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Reisen

Corona in Österreich: Was Familien im Sommerurlaub beachten müssen

Juli 13, 2020

Endlich Ferien, endlich Urlaub, endlich mal raus aus dem Alltag. Die Sommerferien versprechen sechs Wochen Erholung und viele Familien können es kaum erwarten, die stressigen Wochen mit Homeschooling und Homeoffice hinter sich zu lassen. Doch welche Einschränkungen sind im Urlaub durch Corona zu erwarten? Ich möchte gerne meine Erfahrungen aus Österreich mit euch teilen, damit ihr gut vorbereitet in die Ferien starten könnt.

Berlin – Leogang -Kleinarl

Ich bin mit meinen vier Kindern von Berlin nach Leogang und dann nach Kleinarl gefahren (hier könnt ihr nachlesen, wie das alleine gelingt). Generell lässt sich sagen, dass die Corona-Maßnahmen in Österreich im Vergleich zu Deutschland mittlerweile sehr gelockert wurden. Tankstellen durften wir ohne Masken betreten, ebenso die Supermärkte und Bäckerein vor Ort. Die Apotheke hingegen ließ uns nicht ohne Schutz eintreten, dafür kam eine freundliche Angestellte zu uns nach draußen und fragte, was wir benötigen würden. Es empfiehlt sich also definitiv, für den Fall der Fälle immer eine Maske dabei zu haben.

Auch in den Hotels wurde das Thema Corona sehr unterschiedlich behandelt. Bei unserer ersten Station, dem wunderbaren Krallerhof in Leogang, waren Maske für Gäste kein Thema. Ebenso gab es kein Schutzglas an der Rezeption oder im Barbereich. Die Damen am Empfang wiesen freundlich darauf hin, dass bitte auf den Mindestabstand zu achten sei, das war es dann auch schon. Mitarbeiter im Restaurant- und Barbereich trugen durchsichtige Schutzvisiere und es gab eine große Anzahl an Desinfektionsspendern – das war es dann aber auch. Das Buffet fand wie üblich statt, der Kinderclub war regulär und ohne weitere Vorsichtsmaßnahmen geöffnet und auch der Wellnessbereich stand uneingeschränkt zur Verfügung.

Corona am Berg

Bei der Gondelfahrt auf den Berg gab es dann für uns den Hinweis, die Gondel bitte nicht mit anderen Personen zu teilen. Kein Problem, so groß war der Andrang Ende Juni ohnehin nicht. Ein Aufkleber in der Gondel belehrt die Fahrenden, bitte eine Maske zu tragen. Dies ist natürlich witzlos, solange man mit der eigenen Familie den engen Raum teilt. Vielleicht wird das aber zu Beginn der Skisaison noch relevant, sofern Corona dann noch ein Thema sein sollte.
Das Gasthaus auf dem Berg war völlig unbeeindruckt von Corona. Nichts erinnerte hier daran, dass der Virus seit Wochen für verschlossene Gastronomie-Türen gesorgt hatte. Natürlich ist das nur eine Momentaufnahme und keinesfalls representativ für ganz Österreich. Ich kann hier ausschließlich von meinen aktuellen persönlichen Erlebnissen berichten.

Nach einer wunderbaren Woche im Krallerhof fuhren wir weiter in den Robinson Club Amadé in Kleinarl. Hier war der Umgang mit Corona ein ganz anderer: Jeder Mitarbeiter trägt in der Hotelanlage durchgehend einen Mundschutz. Rezeption und Bar sind durch Schutzglas von den Gästen abgetrennt und auch der Empfang im Wellness-Bereich schirmt sich so vor Besuchern ab. Der Poolbereich darf nur mit maximal 48 Personen gefüllt sein, was allerdings nie ein Problem darstellte – mag aber schwierig werden, wenn der Club stärker ausgelastet ist, als es zu unserem Reisezeitpunkt der Fall war.

Neues Hotel – neue Regelungen

Der Roby Kinderclub für die kleinen Gäste fand leider nur sehr eingeschränkt statt. Von 9.30h-12h und 16-17.30h wurde Programm für die Minis angeboten, außerhalb dieser Zeiten durfte der Clubraum nicht betreten werden. Schade, wenn das Wetter da nicht mitspielt. Die Betreuer trugen durchsichtige Schutzvisiere, damit die Kinder ihre Gesichter voll erkennen konnten. Der Besuch des Kinderclubs, ebenso wie alle Sportveranstaltungen, war nur nach vorheriger Anmeldung über die Robinson App möglich. Dies war allerdings recht einfach und funktionierte für uns problemlos.
Auch für Gäste bestand im Restaurant Maskenpflicht. Man wurde an einen passenden Tisch geleitet und durfte die Maske nur sitzend am Tisch abnehmen. Noch etwas beim Buffet vergessen? Zack, Maske bitte wieder aufsetzen. Zudem kontrollierte ein Mitarbeiter am Eingang des Buffets, ob man sich auch die Hände unter dem bereitstehenden Spender desinfiziert hatte. Die abendliche Show wurde auf gut 20 Minuten gekürzt, dafür aber zweimal am Abend aufgeführt. Somit konnte gewährleistet werden, dass das Theater nicht allzu voll wurde.

Österreich-Urlaub ist toll – auch in Zeiten von Corona

Wie habe ich die verschiedenen Corona Maßnahmen nun empfunden? Nun, natürlich ist es schön, wenn man sich mal wieder in völliger Normalität bewegen kann. Wenn man sich für kurze Zeit der Illusion hingeben kann, dass der Virus überstanden ist und nur noch minimale Vorkehrungen reichen, um uns alle zu schützen. Andererseits finde ich es völlig in Ordnung, wenn ein (TUI-geführtes) Hotel strengere Auflagen hat und auch die Gäste in diese eingebunden werden. Es ist ja kein Problem, eine Maske bei sich zu tragen und aufzusetzen, wenn darum gebeten wird. Ich persönlich empfand keine der Corona Maßnahmen in Österreich als große Einschränkung. Wir leben in besonderen Zeiten und es ist klar, dass man da auch in Urlaubsländern Abstriche machen muss. Wollen wir froh sein, dass wir überhaupt schöne Wochen außerhalb Deutschlands verbringen dürfen 😊

Habt ihr weitere Fragen rund um Corona oder die von uns besuchten Hotels? Schreibt sie mir direkt in die Kommentare und ich antworte umgehend. Einen wunderschönen Sommer wünsche ich euch!

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