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Dankbarkeit für das wilde Leben mit Kindern: Was die Stille der Nacht hervorbringt

Manchmal hat der Tag mit Kindern einfach zu viele Stunden. Daueraction ab morgens früh bis abends spät und kaum mal ein Moment zum Verweilen und genießen. Carpe diem – Nutze den Tag heißt es so schön, aber das kann im Familienleben ziemlich schwer sein. Doch abends, wenn alle Kinder in ihren Betten sind und endlich Stille eingekehrt ist, dann ist sie da: Die ganz große Dankbarkeit für diese zauberhaften Wesen, die wohlbehalten und glücklich in ihren Zimmern schlummern.

Carpe diem – aber wann?

Ich carpe diem (also: nutze den Tag) jeden Tag ab 6.30h. Dann heißt es aufstehen, Frühstück machen und zusehen, dass meine beiden Großen pünktlich in die Schule kommen. Kaum schlägt die Tür hinter ihnen zu, höre ich die zarten Stimmchen meiner Zwillingsmädchen im Flur. Sie sind erwacht und sofort voller Tatendrang. Glückwunsch, das bin ich vor meiner zweiten Tasse Kaffee nicht.
Als Mütter könnte ihr euch alle denken, dass es nach diesem frühen Start in den Tag turbulent weiter geht. Egal ob Kita, Arbeit, Schultests, Fußballtraining, Reitunterricht, Logopädie oder Kinderturnen: Irgendwas ist immer. Und zwar schnell! Denn bei vier Kindern braucht es schon eine ausgeklügelte Logistik, damit jedes Kind auf seine Kosten kommt.

Beschweren will ich mich darüber nicht, ganz im Gegenteil. Ich liebe mein Leben mit meiner Viererbande und könnte mir kein schöneres Familienleben vorstellen. Anstrengend ist es aber trotzdem und ich wünsche mir häufig, die Momente des Tages bewusster erleben zu können. Teilweise rauschen die Stunden und Aktivitäten so an mir vorbei, dass mir eine Woche wie nichts vorkommt. Jetzt stehen schon wieder die Weihnachtsartikel im Regal – wie konnte das denn bitteschön so schnell gehen?

Gerade am Abend, wenn mich langsam eine bleierne Müdigkeit beschleicht und dennoch Abendessen, Abendritual und Gute-Nacht-Geschichte anstehen, sehne ich mich nach ein bisschen Stille. Die ist jedoch noch nicht in Sicht und so erledige ich artig all die Aufgaben, die mir als Mama am Ende eines Tages so zufallen. Zumeist gelingt mir das liebevoll und mit einem Lächeln auf den Lippen, doch an manchen Abenden tut es das nicht. Das ist für mich ok, denn schließlich bin ich auch nur ein Mensch. Und meine Kinder dürfen auch spüren, wenn ich erschöpft bin.

Raum schaffen für Dankbarkeit

Nachdem dann alle Bäuche gefüllt, alle Zähne geputzt und alle Geschichten vorgelesen sind, kehrt langsam Ruhe ein. Zuerst bei den Kleinen, dann nach und nach auch bei den Großen. Wenn die Dunkelheit hereingebrochen ist und auch ich einige Zeit später ins Bett gehe, dann füllt sie mich manchmal gänzlich aus: Die Stille und die damit verbundene Dankbarkeit, der sich über die Turbulenzen des Alltags legt.

Dann stehe ich nur da und lausche in die vollkommene Ruhe hinein. Gedanken unschätzbarer Dankbarkeit erfüllen mich und laden meine leeren Akkus wieder auf: Was für ein Glück, vier gesunde Kinder zu haben. Wie gut, dass meine große Tochter gesund von ihrem Teenager-Ausflug zurückgekommen ist. Welch ein Segen, dass ich meine Kinder mit warmen Betten und genügend Mahlzeiten versorgen kann. Danke für das Lächeln, das sie mir heute geschenkt haben und die Umarmungen, mit denen sie mich gedrückt haben. Danke dafür, dass es sie alle in meinem Leben gibt.

Und so laden sich meine leer geglaubten Akkus auch nach einem langen Familientag fast von alleine wieder auf. Erst die Stille ermöglicht es mir, die kleinen Wunder des Alltags zu sehen. Dieses Gefühl der Dankbarkeit trägt mich durch jeden neuen Tag. Manchmal verebbt es durch die Herausforderungen, die mir in diesen langen Stunden begegnen. Doch tief in mir ist es immer da. Und ermöglicht mir so jeden Tag ein bisschen mehr carpe diem.

Wie ist das bei euch: Gelingt es euch, bewusst dankbar zu sein für euer Familienleben? Ich freue mich auf eure Kommentare! Und falls ihr das Gefühl habt, ein wenig Unterstützung zu benötigen, dann schaut doch gleich mal bei meinem Coaching Angebot für Mamas vorbei – gerne bin ich auch persönlich für euch da!

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