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Mamaleben

Das bisschen Haushalt… Und täglich grüßt die Waschmaschine

Juli 5, 2019

Hilfe, holt mich hier raus! Ich bin gefangen, hilflos und völlig fremdgesteuert. Jeder Tag ist gleich, zumindest fühlt er sich so an: Wäsche waschen, trocknen, aufhängen. Geschirrspüle ausräumen, einräumen, anschalten. Mein Haushalt hat die Herrschaft übernommen – und ich kann nur noch dienen!

Eins sei gleich vorweggesagt: Falls es eine Mama unter euch lieben Leserinnen gibt, die meine Gedanken zu dem Thema absolut nicht nachvollziehen kann, dann melde sie sich bitte umgehend per email bei mir! Ich brauche ihre Tipps für meinen Haushalt – dringend! Ich würde sie gerne unter Vertrag nehmen und groß mit ihrem Wissen prahlen, sie in Fernsehsendungen herumreichen und Batzen an Geld verdienen. Also bitte, Freiwillige vor!

Hello again

Folgendes Problem sucht mich jeden Tag wieder heim: ES HÖRT NICHT AUF! Egal ob Montag, Mittwoch oder Sonntag: Es hört einfach nicht auf! Egal, wie viel ich wische, wasche oder wünsche, meine To-Do Liste für den Haushalt wird einfach nicht kürzer. Genau wie in dem Film „Täglich grüßt das Murmeltier“ (Klassiker, angucken lohnt) passiert mir in meinem Haushalt jeden Tag das gleiche. Kleiner Einblick gefällig?

Da wäre zum Beispiel das Einsammeln der Wäsche. Klar, die könnten die Kinder auch ins Wäschefach werfen, aber dafür müsste man ja drei Schritte laufen. Puh, ne, lieber nicht. Mama findet die schmutzigen Socken ja auch in meinem Zimmer. Also einfach fallen lassen und frische Wäsche aus dem Schrank nehmen. Das funktioniert für die Kids nämlich super gut und nahezu magisch: Man lässt die schmutzigen Sachen fallen und findet sie morgen wieder sauber im Schrank. Super, oder? Ein genialer Zaubertrick, der einzig bei meinen Sachen nicht so ganz funktioniert…

Tja, könnt ihr euch jetzt denken, selber schuld. Klare Ansage an die Kids, Regeln festlegen und dann sollen sie ihren Kram gefälligst selber wegräumen. Hmm, gute Idee. Ist ja nicht so, als ob ich das nicht schon gemacht hätte. Einmal. Zweimal. Tausendmal. Der Effekt war, sagen wir mal, überschaubar.

Ähnlich verhält es sich bei der Geschirrspüle. Wir beide, wir sind ein absolut eingespieltes Team! Nichts kann uns trennen, nicht einmal 24 Stunden. Nein, wir verbringen täglich viel Zeit miteinander, obwohl hier sicher nicht die Rede von Quality Time sein kann. Sauberes Geschirr ausräumen, schmutziges Geschirr einräumen, Pfannen und Töpfe separat waschen, Weingläser hinten rechts vorsichtig reinstellen. Spültabs nicht vergessen (Mist, Klarspüler und Salz sind schon wieder alle), Knöpfchen drücken und Luke zu. Zack, so einfach ist das. Wirklich toll, allerdings nervt es, wenn es wirklich jeden Tag das gleich Spiel ist.

Aufräum-Krake

Ich feile noch ein wenig an meiner Technik, aber demnächst werde ich es bestimmt schaffen: Optimiertes Aufräumen mit allen vier Extremitäten! Während die rechte Hand nach der festgetretenen Gurkenscheibe greift, streckt sich der linke Arm Richtung Tischkante – dort befindet sich nämlich das Glas kurz vor dem Absturz. Rechtes Bein trocknet mit dem Hosenbund den Ketchupfleck des Essens wobei der linke Fuß vor- und zurückwippt, um den (natürlich) offenen Filzstift in Greifnähe zu bugsieren. Klingt gut, oder?

Also ehrlich, eigentlich versuche ich jeden Tag, heute mal nicht aufzuräumen. Es ist mit zwei Kleinkindern einfach komplett sinnlos. Alles, was ich vorne aufräume, wird hinter mir wieder in die Luft geworfen. So wie bei den Staubsaugern aus den 50er Jahren, habt ihr die mal gesehen? Da flog auch fast der gesamt eingesaugte Dreck hinten gleich wieder raus. Ein völlig nutzloser Zeitvertreib.

Und trotzdem kann ich nicht die Finger davon lassen. Es nervt mich einfach, wenn hundert Einzelteile auf dem Teppich verteilt sind. Und während man bei den Zwillingen noch ihr Alter als Entschuldigung anführen kann, so frage ich mich bei meinen Großen manchmal, ob ihr Köpfchen nur zur Dekoration auf den Schultern sitzt. Von der offenen Zahnpastatube bis hin zur ausgekrümelten Chipspackung drücken die beiden regelmäßig auf meine roten Mama-Alarm Knöpfe.

Teamplay

Na gut, zu ihrer Verteidigung muss ich sagen, dass sie mir auch viel helfen. Meine große Tochter ist super darin, die Küche aufzuräumen und mein Sohn ein internationaler Diplomat, wenn es um die Bedürfnisse seiner kleinen Schwestern geht. Ohne die beiden wäre es für mich alleine mit den Zwillingen häufig weitaus anstrengender – und dafür bin ich ihnen dankbar. Letztlich sind wir ein Team, das immer zusammenhält – auch wenn einige Mitspieler sich noch an die Regeln des Coaches gewöhnen müssen 🙂

Was mir Mut macht: Ich war als Kind nicht anders. Manchmal höre ich sogar die Worte meiner Mutter aus mir herausströmen, wenn ich mich über das Chaos meiner Kids beschwere. Also gibt es Hoffnung. Hoffnung darauf, dass irgendetwas von meinem Gequatsche doch noch hängen bleibt. Dass sie später mal eigenständig einen (halbwegs aufgeräumten) Haushalt werden führen können. Ich denke prinzipiell positiv, also wird sich auch hier alles zum Guten, Sauberen, Aufgeräumten wenden.

Und bis dahin gibt es ja noch mich – und all euch andere Mamas da draußen, die sich im täglichen Bermudadreieck zwischen Waschmaschine, Geschirrspüler und Staubsauger behaupten. Ihr seid Helden des Alltags und meinen Respekt habt ihr! Und wie langweilig wäre unser Leben ohne unsere kleinen Stinkerchen, die überall Spuren ihrer wunderbaren kleinen Existenz hinterlassen…

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