Frühchen 25. Woche

Die ersten Monate mit einem Frühchen ~ Geboren in der 25. Woche

Katharinas Baby wurde als Frühchen in der 25. Woche geboren. Es wog nur 553g und verbrachte die ersten 7 Monate fast durchgehend im Krankenhaus. ABER: Heute geht es dem kleinen Mädchen gut und sie wiegt bereits über 4,5kg!
Katharina möchte ihre Geschichte gerne mit anderen Mamas und Schwangeren teilen, um allen Betroffenen Mut für diese schwere Zeit zu machen:

Nachdem wir jetzt endlich etwas mehr Zeit haben und die Krankenhauszeit hoffentlich überstanden haben, möchte ich gerne unsere Geschichte erzählen.
Unsere kleine Lena kam am 09.12.2017 bei 24+3 spontan in der Fruchtblase zur Welt. Sie wog nur   553 g und war nur 31,5 cm lang. Am Anfang war sie 9 lange Wochen intubiert.

Bereits nach 3 Wochen hatten wir den ersten Schock

Am 29.12. mussten Chirurgen aus einem etwa 100 km entfernten Krankenhaus angereist kommen (da sie zu instabil für den Transport war), um sie am Darm zu operieren. Sie schaffte es nicht ihr Kindspech auszuscheiden.

Dies wurde ihr bei der Operation entfernt und sie bekam einen künstlichen Darmausgang. Dieser Darmausgang machte ihr leider sehr häufig Probleme. Er entzündete sich sehr oft und sie hatte immer wieder schwere Infektionen mit erneuten Sauerstoffzufuhren und Antibiotikatherapien, außerdem nahm sie immer wieder mehr ab als zu.

An Ostern bekam sie dann ein Atemgeräusch, das keiner zuordnen konnte und leider auch nicht verfolgt wurde (da gehe ich noch später genauer drauf ein).

Einige Zeit später wurden wir in ein anderes Krankenhaus verlegt, um den künstlichen Darmausgang zurückverlegen zu lassen. Leider prolabierte der Darm an dem Abend der Verlegung noch und der künstliche Darmausgang musste am nächsten Tag notfallmäßig zurück- verlegt werden. Nach einem 7-tägigen Aufenthalt in diesem Krankenhaus wurden wir heimatnah verlegt.

Wir waren kaum heimatnah verlegt worden, da kam der nächste SchockFrühchen 25. Woche

Ihre Augen mussten gelasert werden! Also sind wir von dort aus gleich ins nächste Krankenhaus gereist. Nach etwas über eine Woche wurden wir ohne Monitor und ohne alles dann nach Hause entlassen.
Wir waren froh endlich Zuhause zu sein, hatten aber nach ca. 3 Wochen ein komisches Gefühl.

Das Atemgeräusch war wieder da und keiner konnte uns weiterhelfen. 4 Tage später hatten wir einen stationären Termin zur Impfung. Diese Impfung fand aber aufgrund des Atemgeräusches nicht statt. Erneut wurde ohne Erfolge inhaliert, bis sie nachts heftigste Sättigungs- und Herzfrequenzabfälle hatte.

Sie musste dann erneut auf die Intensivstation verlegt werden. Dieser Aufenthalt endete am nächste Tag mit einer Verlegung in ein größeres Krankenhaus. Dort wurde eine Bronchoskopie gemacht. Dieses Krankenhaus konnte uns aber nicht weiterhelfen und verlegte uns in eine Spezialklinik.

Dort stellte sich heraus, dass sie zwei Zysten in der Luftröhre hatte und einen zu engen Knorpelring. Erst wurde die Luftröhre mit einer Art Ballon gedehnt, was aber keinen Erfolg zeigte. Vier Tage später wurde dann der Knorpelring vergrößert bei einer Operation und die Zysten entfernt.

Leider nahm Lena bei ihrem Aufenthalt dort noch eine Thrombose mit. Wir wurden nach drei Wochen heimatnah verlegt und durften dann endlich nach fast 7 Monaten nach Hause.
Den Mamas, die das Ganze noch vor sich haben oder noch im Krankenhaus sind, kann ich nur empfehlen: Versucht euch abzulenken und euch mit anderen Muttis auf den Stationen auszutauschen und anzufreunden. Das hilft unglaublich und die Zeit geht schneller vorbei und es brFrüchchen 25. Wocheingt einen auf andere Gedanken!

Mittlerweile ist Lena fast 7 Monate (korrigiert ungefähr 3 Monate) alt und wiegt schon 4530 Gramm.
Seid stark, ihr habt kleine Kämpfer!

Habt ihr Fragen an Katharina? Sie beantwortet sie gerne! Willkommen sind natürlich auch eure persönlichen Erfahrungen zum Thema Frühchen. Das Kommentarfeld direkt unter diesem Beitrag freut sich über eure Zeilen 😊

Mehr zum Thema Frühchen findet ihr in meinem Bericht über Frühchen Zwillinge, die in der 29. Woche geboren wurden.

 

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Gerne folge ich euch zurück, damit wir in Kontakt bleiben können 😊

5 Kommentare

  • Sylvana Dezember 31, 2019 at 8:17 pm

    Liebe Katharina auch wenn der Beitrag schon etwas älter ist bin ich zu Tränen gerührt… Ich wünsche euch ich weiterhin alles Glück der Welt und viel Gesundheit nicht nur für eure kleine Maus sondern euch allen… Wir stecken Geräte in einer ähnlichen Situation unsere Zwillinge kamen vor 5 Wochen 29+3 mit 1205g und 1220g -> natürlich wusste ich zu Beginn der Schwangerschaft das ich die beiden nicht bis zum Ende brüten kann aber das sie so schnell entrissen wurden damit rechnete ich nicht… mach einer cervixinsuffizienz kam ein Nabelschnurvorfall dszu und es ging alles sehr schnell…. Ich kann die mir recht geben nicht nur die Kinder sind Kämpfer auch die Eltern sind es aber am wichtigsten finde ich auch die Engel auf Station egal ob Ärzte oder Schwestern/Azubis/ Hebammen/Pfleger es sind Engel die tolle Arbeit leisten und unsere Kinder ebenfalls sehr unterstützen (allgeimen, nicht nur auf unsere bezogen)
    Bei uns ist es leider so das wir nach 5 Wochen immernoch mit dem CPAP zu kämpfen haben aber auch das schaffen die Mäuse man muss ihnen einfach die Zeit geben den eigentlich wären sehr viele Kinder auf der Bei noch garnicht da und müssten garnicht so viele kleine Wunder vollbringen

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  • Jessica Jasse September 24, 2019 at 4:25 pm

    Liebe Katharina,
    unsere Tochter ist am 03.04.19 in der SSW 23+5 mit 720 Gramm geboren worden.
    Immerhin haben wir es geschafft, bereits am 08.07. ohne Sauerstoff etc entlassen zu werden. Sie entwickelt sich großartig und wiegt mittlerweile stolze 6 Kilo und kann voll gestillt werden. Nun hat sie allerdings auch Atemgeräusche entwickelt . Es heißt, die Luftröhre ist einfach noch zu weich. Bronchoskopie? Keiner will das so richtig veranlassen, ihr geht es ja soweit gut. Wer und wann wurde das bei eurer kleinen entschieden?
    Ganz liebe Grüße Jessica

    Reply
    • Viola September 24, 2019 at 6:53 pm

      Liebe Jessica, Katharina hat ihre Erlebnisse bei mir als Gastbeitrag veröffentlicht. Daher kann ich dir leider keine konkrete Info über ihre Bronchoskopie geben. Wenn du magst, kann ich einen direkten Kontakt zu ihr herstellen, sag mir einfach Bescheid. Von Herzen alles Liebe und Guten für dich und dein Mini-Menschlein!
      Viola

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  • Julia Juli 9, 2018 at 4:41 pm

    Wahnsinn, was ihr da geleistet habt. Unsere Tochter kam 30+1 mit 1400 Gramm zur Welt und wir verbrachten 7 Wochen auf der Intensivstation. Diese Zeit war wahnsinnig belastend und forderte sehr viel von uns. Ich finde durch einen Notkaiserschnitt wird einem das Kind entrissen und da ich selber noch länger auf der Intensivstation lag, konnte ich unsere kleine Maus erst viel später sehen. Mittlerweile haben wir das ganze gut verarbeitet und als ich eure Geschichte las, musste ich ein paar mal wirklich schlucken. Was ihr durchmachen musstet, ist wirklich unglaublich schwer. Umso schöner, dass jetzt alles gut ist und die kleinen Kämpfer alles geschafft haben. Aber auch als Eltern war man ein wirklicher Kämpfer – aber man wird auch mit dem größten Glück belohnt. Mittlerweile sind wir mit unserer zweiten Maus schwanger und es sieht noch schlechter aus als in der ersten Schwangerschaft. Da versucht man sich auf vieles vorzubereiten, aber gerade wenn ich so deinen Text lese, geht das eigentlich nicht. Ich wünsche euch alles Gute und viel viel Gesundheit. Toll habt ihr das gemacht.

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    • Viola Juli 9, 2018 at 6:44 pm

      Liebe Juia, vielen Dank für deine lieben Worte! Ich drücke dir von Herzen die Daumen, dass du deine zweite Schwangerschaft möglich lange halten kannst. Melde dich dann gerne mal, deine Geschichte wird mir so schnell auch nicht mehr aus dem Kopf gehen… Alles Liebe, Viola

      Reply

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