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Zwillinge

Es sind Zwillinge! Wie eine kleine Nachricht mein Leben veränderte

Mai 26, 2019

Zwei Kinder sind toll – ein drittes wäre bestimmt noch toller! So mein Gedanke nachdem meine großen Kinder so langsam begannen flügge zu werden. Ein kleiner Nachzügler, der unser Leben bereichern und unsere Familie komplett machen würde. Gute Idee. Wie hätte ich auch ahnen können, dass das dritte Kind Zwillinge werden?

Ganze sieben Jahre lang hatte ich mit meiner Kinderplanung abgeschlossen. Zwei Kinder waren immer mein Wunsch gewesen und ich bekam ein Mädchen und einen Jungen. Perfekt! Auch der Altersabstand von zweieinhalb Jahren war für mich genau richtig. Abgesehen von einem Babyblues, der mich leider längere Zeit verfolgte, war ich glücklich. Angekommen in dem Leben, das ich mir erträumt hatte.

Die Jahre vergingen und dann kam dieser Urlaub. Ein schöner Urlaub mit einem besonderen Aha-Moment der mir zeigte, dass da doch noch ein Kinderwunsch in mir schlummerte. Welcher Auslöser das war, lest ihr in meinem Bericht Kinderplanung abgeschlossen – Und dann kommt alles ganz anders.

Kann das sein?

Einige Wochen später passierte etwas Merkwürdiges: Meine linea nigra tauchte aus dem Nichts wieder auf. Diese dunkle Verfärbung der Bauchhaut vom Bauchnabel abwärts. Nein, dachte ich, das kann nicht sein. Diese Linie entstand doch immer erst nach einigen Wochen Schwangerschaft, oder?

Also ab zum Arzt und dort Blut abgenommen. Zwar hatte ich schon Zuhause einen Test gemacht, aber der war so zweideutig, dass ich einfach Gewissheit haben wollte. 48 Stunden warten auf das Ergebnis fühlten sich an wie eine halbe Ewigkeit, ihr kennt das bestimmt. Und dann, während ich gerade an einem heißen Julitag vor dem Supermarkt einparkte kam der Anruf meiner Ärztin: Schwanger, ohne Zweifel! Mein hcg Wert war allerdings extrem hoch. Daher wurde ich zu einem Termin in die Praxis am folgenden Tag einbestellt.

Ich freute mich wie verrückt über die Nachricht meiner Schwangerschaft! Immerhin war ich zu diesem Zeitpunkt bereits 38 Jahre alt und empfand es als großes Glück, dass mein Wunsch nach einem weiteren Kind sich so schnell erfüllen sollte.
Also ab zum Ultraschall und einen ersten Blick auf das entstehende Leben werfen! Ich hatte diesen Moment ja schon zweimal zuvor erleben dürfen, aber ich finde ihn einfach absolut magisch: Da ist er, dieser kleine graue Fleck mit pochendem Herzen. Kaum mehr als ein Schatten, aber dennoch bereits ein fester Teil von mir und meinem Leben. Ein Wunder, immer wieder.

Die magischen Worte

Alles schien ok, die Ärztin war zufrieden mit dem, was sie sah. Mich wunderte nur, dass sie nicht endlich aufhörte zu schallen. Ich wurde langsam unruhig, als sie die Worte sprach, die ich wohl mein Leben lang nicht mehr vergessen werde:

„Dem Kind geht´s gut. Und dem zweiten auch.“
Äh, wie bitte? Welches zweite?

Glückwunsch, beschied sie mir, es wachsen zwei neue Leben in meinem Bauch heran. Und dann sah auch ich einen zweiten kleinen Punkt. Ganz symmetrisch, wie bei einer Spiegelung, hatten sich beide in mir festgesetzt. Unglaublich, wie konnte das sein? In meiner ganzen Familie gab es bisher keine Zwillinge. Und da sie offensichtlich eineiig waren, konnte auch mein Alter keinen maßgeblichen Einfluss auf ihre Entstehung gehabt haben.

Eine Mischung aus Überraschung, Schock und Unglaube begleitete mich, als ich die Praxis verließ. Eine riesige Freude, ja. Aber auch Furcht vor dem, was da auf mich zukommen würde. Sowohl in der Schwangerschaft, als auch im Familienleben mit dann vier Kindern. Zudem die organisatorischen Aspekte: Ein neues Auto musste her, zu sechst würden wir im bisherigen keinen Platz mehr finden. Die Idee, einen kleinen Nachzügler bei einem der großen Kinder unterzubringen war somit natürlich auch nicht mehr umsetzbar. Wie sollte das alles funktionieren?

Seelische Unterstützung – zum Glück

In diesem verwirrten Zustand rief ich meinen Mann an und weinte ihm ins Ohr. All meine Bedenken strömten ungefiltert aus mir heraus und überraschten ihn ohne Vorwarnung. Und dann sagte er die schönsten und besten Worte, die er in diesem Moment finden konnte: „Wenn der liebe Gott wollte, dass wir Zwillinge bekommen, dann werden wir das auch schaffen!“

Puff, meine Tränen versiegten. Er gab mir genau die Zuversicht und den Rückhalt, den ich in diesem Moment brauchte. Dafür bin ich ihm sehr dankbar, denn sicherlich hätten nicht alle Männer so cool auf diese Nachricht reagiert.

Meine Zwillingsschwangerschaft verlief zum Glück völlig problemlos. In der 37. Woche wurden meine beiden Goldstücke geboren und sind seitdem nicht mehr aus unserem Leben wegzudenken. So oft bin ich heutzutage froh darüber, dass es nicht ein Nachzügler war, sondern zwei. Vier Kinder sind viel Arbeit, aber auch eine wunderbare Balance.

Zwei Kinder wollte ich immer gerne haben – jetzt sind es zwei Mal zwei. So schön hätte ich mir das nie selber ausdenken können!

Wie habt ihr erfahren, dass ihr Zwillinge erwartet? Ich bin sehr, sehr gespannt auf eure Kommentare!

Wie wir die ersten 365 Tage mit Zwillingen gemeistert haben, könnt ihr ebenfalls bei mir lesen.

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