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Kaisergeburt von Zwillingen ~ Eine ganz besondere Form der Entbindung

Juli 26, 2018

Kaisergeburt – der Begriff war mir bis vor einigen Monaten gar nicht bekannt. Als ich dann davon hörte, konnte ich nur staunen: Ganz bewusst den Kaiserschnitt miterleben und sehen, wie das eigene Baby aus dem Bauch gezogen wird, erschien mir sehr mutig.

Ich habe, neben einer spontanen und einer eingeleiteten Geburt, auch schon einen Kaiserschnitt erlebt. Meine Zwillinge wurden so auf die Welt gebracht, da die Kleinere zu schwach war, um sich aus eigener Kraft den Weg hinaus zu bahnen. Eine Kaisergeburt hatte mir damals niemand vorgeschlagen und ich weiß auch nicht, ob ich mir diese Form der Geburt zugetraut hätte. Noch zumal bei Zwillingen!

Nina hat genau das getan. Als die Ärzte sie darüber informierten, dass aufgrund der Kindslage ein Kaiserschnitt unumgänglich sein würde, entschied sie sich für eine Kaisergeburt. Ihr Mann begleitete sie samt Handy in den OP und gemeinsam erlebten sie die ganz besondere und hochemotionale Geburt ihrer beiden Zwillingstöchter.

Bei Mama & Co berichtet sie ganz offen über das einmalige Erlebnis der Kaisergeburt

„Der führende Zwilling liegt mit dem Popo nach unten. Das heißt für uns es läuft auf einen Kaiserschnitt hinaus“. Das waren die Worte des Arztes im Klinikum bei der Geburtsanmeldung. Ich war todtraurig, dass Nele sich nicht doch noch gedreht hatte und ich nicht spontan entbinden konnte.
Alles war somit festgelegt. Die (An-)Spannung wann die Fruchtblasen platzen und wie lange meine Mädels noch meine Bauchbewohner sein wollten, war futsch.

„Möchten sie denn eine Kaisergeburt?“ fragte der Arzt anschließend.

Kaisergeburt? Was ist das?

Ganz einfach. In dem Moment, wenn die Zwillinge aus dem Bauch geholt werden, wird das Tuch, das vor meinem Kopf hängt, nach unten gemacht, sodass mein Mann und ich zusehen können, wie unsere Wunder auf die Welt kommen.

Es war für mich eine sehr versöhnliche Angelegenheit zum Kaiserschnitt und überhaupt keine Frage ob ich es so haben will. Eine Anästhesieschwester, die wir auch privat kannten, gab mir dann noch den Tipp das Ganze mit dem Handy zu filmen.

2 Wochen später

Am 8. Mai machten mein Mann und ich uns zum geplanten Kaiserschnitt um 6:30 Uhr zu Fuß auf den Weg zum Klinikum (wir haben damals um die Ecke gewohnt). Gut gelaunt, völlig entspannt und voller Vorfreude wurde das letzte CTG gemacht, die PDA gesetzt und dann lag ich da auf dem OP Tisch.

Mein Mann kam kurze Zeit später dazu – natürlich mit dem Handy bewaffnet.

Der Arzt erklärte uns ausführlich was er macht und dass jetzt der Moment wäre in dem das Tuch runter gemacht wird. Und dann ging alles so schnell:

In nicht mal 20 Sekunden war Nele auf der Welt, eine Minute später folgte ihre Schwester Leni. Und wir wussten nicht wie uns geschieht. Tränen der Freude und der unglaublichen Erfahrung Eltern zu werden liefen neben der Sauerstoffmaske an meinem Gesicht herunter.

Trotz Kaiserschnitt konnten wir zusehen, wie unsere Kinder geboren wurden. Es war eine unglaubliche Erfahrung und hat sowohl die Schwangerschaft als auch die Geburt etwas realer gemacht. Noch heute schauen wir uns mit Tränen in den Augen das Video vom Kaiserschnitt an und sind heilfroh, die Möglichkeit dieser Kaisergeburt gehabt zu haben.

Ich habe während der Schwangerschaft so viel gehört und gelesen, dass Mütter wegen des Kaiserschnitts anfangs keine Bindung aufbauen konnten. Bei vielen kam vielleicht noch dazu, dass die Zwillinge auf die Neo mussten… All das ist mir Gott sei Dank nicht widerfahren.

Durch das Zusehen, wurde mir nochmal bewusst, dass meine Töchter in mir herangewachsen sind und ich sie doch irgendwie auf die Welt gebracht habe 😊

Was für ein Erlebnis, oder? Ich finde Ninas Bericht wirklich bewegend. Wie schön, dass ihre zwei Mäuse gesund auf die Welt gekommen sind und sie die Geburt so positiv erlebt hat.

Was haltet ihr von einer Kaisergeburt? Wäre das für euch eine gute Option – vielleicht auch rückblickend? Ich freue mich auf eure Kommentare!

 

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