World Vision Patenschaft
Familienleben

Voneinander lernen, miteinander wachsen: Eine Kinderpatenschaft verbindet Welten

Oktober 10, 2019

Anzeige* So oft halte ich mitten am Tag inne und denke: Hab` ich es gut. Was für ein Glück, dass ich drei problemlose Schwangerschaften erleben durfte, dass meine vier Kinder gesund durch die Weltgeschichte hüpfen und dass ich ihnen alles kaufen kann, was sie benötigen. Sie haben Durst? Aus dem Wasserhahn läuft Trinkwasser ohne Ende. Hunger? Die Kühlschranktür geht schon bald nicht mehr zu, so prall ist er in meiner Großfamilie immer gefüllt. Ich bin mir der Tatsache sehr bewusst, dass dies alles ein großes Geschenk ist. Selbstverständlich ist es absolut nicht.

Gerade weil wir im Überfluss leben und Mangel nicht kennen, finde ich es wichtig, meinen Kindern ihre sorglosen Lebensumstände bewusst zu machen. Nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern auf eine ganz selbstverständliche Art und Weise. Tatsächlich wachsen sie mit Kindern auf, denen es nicht so gut geht wie ihnen. Zwar haben sie einander noch nie gesehen, doch sie wissen sehr viel vom anderen. Wie das möglich ist? Mit einer Patenschaft von World Vision.

Ein besonderes Taufgeschenk

Meine Tochter wurde getauft, als sie knapp ein Jahr alt war. Kurz zuvor hatte meine Mutter mich mit folgender Aussage überrascht: „Viola, ich werde der Kleinen nichts schenken. Zumindest kein Standard-Geschenk wie ein graviertes Armband oder so. Ist das für dich ok?“ Äh, nö, eigentlich nicht. Ich war davon ausgegangen, dass sie ihrer Enkelin etwas Persönliches und Bleibendes schenken würde. Daher fühlte ich mich durch ihre Aussage ziemlich vor den Kopf gestoßen.

Sie merkte mir meine Enttäuschung wohl an und erklärte, dass sie sich etwas Anderes für meine Tochter überlegt hatte: Eine Patenschaft mit einem gleichaltrigen Kind, welches mit schlechteren Startmöglichkeiten als meine Tochter geboren war. Sie hatte sich dafür extra eine Organisation ausgesucht, die langjährige Erfahrung in der Entwicklungszusammenarbeit hatte. World Vision bot zudem die Möglichkeit, durch persönlichen Briefkontakt die Entwicklung des Patenkindes über längere Zeit eng zu begleiten. Das war meiner Mutter wichtig, denn sie wollte, dass ihr Enkelkind über die Jahre hinweg sieht, wie andere Kinder groß werden.

World Vision Patenschaft
Langsam dämmerte mir, dass meine Mutter sich ein sehr kluges und weitaus besseres Geschenk zur Taufe ausgesucht hatte, als ich es getan hätte. Ein Geschenk nämlich, das in vielfacher Hinsicht Leben bereichert: Das Leben meiner Tochter, die ganz selbstverständlich ein Bewusstsein für andere Kulturen und Lebensumstände entwickelt. Und das Leben eines anderen Kindes, welches durch ihre Patenschaft Zugang zu Wasserversorgung, Ernährung und Bildung erhält.

Neues Erleben ermöglichen

Dinge, die in unserem Leben ganz normal sind. Dinge, die bedürftige Kinder zum ersten Mal in ihrem Leben erfahren können, wie zum Beispiel ein erster Brunnen, um nicht mehr 6km Fußmarsch mit schwerem Trinkwasser absolvieren zu müssen. Oder der erste Schulbesuch, der lernen mit anderen Kindern ermöglicht und durch Bildung dazu beiträgt, die Selbsthilfe der Menschen vor Ort weiter zu fördern. Erstaunlich, was für einen Euro am Tag alles möglich ist.

Mittlerweile ist aus meinem Täufling ein Teenager geworden, aus unserem Patenkind ebenso. Zwei Leben in zwei ganz verschiedenen Welten – und manchmal doch so viel ähnlicher, als es von Außen den Anschein hat.

World vision Patenschaft

Schaut euch doch mal auf den Seiten von World Vision um. Dort werdet ihr umfassend über die Arbeit vor Ort informiert und erfahrt, was euer Geld alles bewirken kann. Meine ganze Familie hat von Omas Kinderpatenschaft profitiert, denn wir sprechen immer wieder über die Kultur unseres Patenkindes. Über die Unterschiede, die es gibt, ebenso wie die Gemeinsamkeiten, die uns verbinden. Das ist spannend und lehrreich – nicht nur für meine Kinder, sondern auch für uns als Eltern 😊

Copyright Fotos: World Vision

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