Baby | Familienleben

Kinderplanung abgeschlossen ~ Und dann kommt alles ganz anders

Mai 15, 2019

Ich wollte immer zwei Kinder haben. Mädchen und Junge wären natürlich toll, dachte ich mir, aber letztlich auch egal. Hauptsache zwei, davon war ich viele Jahre lang überzeugt. Dass es letztlich vier geworden sind, darüber staune ich auch heute manchmal noch. Meine ursprüngliche Kinderplanung hat sich durch meine Zwillinge einfach verdoppelt!

Ich bin als Einzelkind aufgewachsen und habe mich in dieser Situation immer sehr wohl gefühlt. Erst im Erwachsenenalter kam mir der Gedanke, dass ein Bruder oder eine Schwester eine Bereicherung für mein Leben sein könnten. Und obwohl ich diese Beziehung nie vermisst habe, war mir für meine eigenen Kinderplanung immer eins klar: Ich werde zwei Kinder bekommen! Klarer Fall, so hatte ich mir das ausgemalt und für gut befunden.

Zwei Kinder – das war die Planung

Glücklicherweise fand ich einen Partner, der mit meiner Familienplanung einverstanden war und sich auch sehr auf Nachwuchs freute. Unsere Tochter wurde geboren und ich war glücklich, dass es mit meiner ersten Schwangerschaft so unproblematisch geklappt hatte. Mein Baby wuchs zum Kleinkind heran und so langsam keimte der Wunsch nach einem zweiten Wunder in mir auf.

Zweieinhalb Jahre nach meiner Tochter wurde mein Sohn geboren. Ein properes Kerlchen mit über 4kg Geburtsgewicht und einem sonnigen Gemüt. Nun waren wir zu viert, zwei Mädels und zwei Jungs. Die perfekte Balance, dachte ich mir. Wir sind komplett und so wird es auch bleiben.

Die Jahre vergingen und viele meiner Freundinnen bekamen ihre Babys. Ich freute mich natürlich für sie und fand es schön, ihre kleinen Murkel in meinen Armen zu halten. Aber ehrlich gesagt war ich auch froh, wenn ich sie ihrer Mama zurückgeben konnte. Zu tief saß die Erinnerung an durchgemachte Nächte und trotzige Kleinkindphasen, als dass ich eine erneute Schwangerschaft herbeigesehnt hätte.

Tja, und dann kam dieser Urlaub. Ein schöner Urlaub war das in Griechenland, keine Frage. Und vor allem ruhig. Sehr ruhig. Viel zu ruhig! Denn während ich auf meiner Strandliege lag wurde mir auf einmal bewusst: Es ist keiner mehr da. Meine Kinder hatten in der Ferienanlage schnell Freundschaften geschlossen und waren mit ihren neuen Spielgefährten alleine im Hotelbereich unterwegs.

Baby, Kleinkind, Weltentdecker

Schön zu sehen, dass meine Kinder so selbstständig geworden waren. Aber andererseits erschreckte mich das auch. Wo waren meine kleinen Schätze geblieben, mit denen ich keine Sekunde auf der Liege hätte bleiben können, weil sie dauernd eine neue Spielidee hatten? Sie waren jetzt groß genug, um in einem gewissen Rahmen ihre eigenen Erfahrungen zu machen. Klar, so muss es ja auch sein. Aber ich als Mama musste loslassen. Und das erwischte mich in diesem Moment eiskalt.

Ich ließ dieses Gefühl eine Weile in mir arbeiten. Zurück im Alltag ist die Situation ohnehin eine andere. Da ist weniger Zeit für müßige Gedanken, die Schule muss gemeistert und Mamas Job erledigt werden. Und dennoch ließ mir meine neuerliche Kinderplanung keine Ruhe, denn das Gefühl wollte einfach nicht weichen. Mit zwei Kindern weiß man natürlich, was bei einem weiteren Baby auf einen selbst und die anderen Familienmitglieder zukommt. Wollte ich das wirklich? Wollte ich noch mal „von vorne anfangen“?

Kurz und knapp: Ja, ich wollte. Und ich hatte riesiges Glück, denn meinem Mann ging es ebenso. Wir hatten genug Platz und Liebe im Herzen, um ein drittes Kind willkommen zu heißen. Ein bisschen Schieben im Auto, zwei Kinderzimmer zusammenlegen und der Rest würde sich schon fügen. Wie immer dachte ich auch hier positiv und ging davon aus, dass sich alles zum Besten fügen würde. Tat es auch. Allerdings nicht so, wie ich erwartet hatte. Denn aus dem dritten Kind wurden gleich zwei: Wir wurden mit Zwillingsmädchen doppelt beschenkt!

Und plötzlich waren es vier

Ein eindeutiges Ultraschallbild ließ keinen Zweifel daran aufkommen, dass sich unser Leben weit mehr verändern würde, als wir gedacht hatten. Eine großartige Nachricht – und zugleich ein Schock. Da würde keine Autositz-Schieberei und kein zusammengelegtes Kinderzimmer mehr ausreichen. Aber unsere zwei Wunder waren auf dem Weg in unser Leben, soviel stand fest.

Wie die großen Geschwister auf diese Nachricht reagiert haben und wie sie unser bisheriges Familienleben durcheinandergewirbelt haben, das lest ihr bald hier bei Mama&Co… 😊

Wie sieht es mit eurer Kinderplanung aus? Habt ihr genau so viele Kinder bekommen, wie ihr früher einmal geplant hattet? Oder ist bei euch auch alles ganz anders gekommen? Ich freue mich auf eure Geschichte in den Kommentaren!

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  1. Liebe Stella, wie schön, dass da noch Platz in deinem Herzen für etwas Kleines ist🙂 Ich drücke dir die Daumen, dass sich alles gut für dich fügt.
    Alles Liebe, Viola

  2. Hallo Viola,
    Ich habe mir immer mindestens zwei und maximal drei Kinder gewünscht.
    Ich habe einen 13jährigen Sohn aus einer früheren Beziehung, einen 8jährigen (Stief)Sohn aus einer früheren Beziehung meines Lebensgefährten und eine kleine Tochter. Was soll ich sagen… meine Familienplanung ist noch nicht abgeschlossen. Wir wwünschen uns noch ein Baby, danach ist bei mir altersbedingt Schluß. Da bei mir bisher immer alles anders kam als gedacht, würde ich mich nicht mal wundern, wenn wir plötzlich wie du doppelten Nachwuchs bekommen würden 🙊.
    Liebe Grüße

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