Sommerurlaub 2020 Corona Österreich
Reisen

Sommerurlaub 2020: Im Auto durch Europa statt im Flugzeug durch die Welt

Juni 14, 2020

In drei Wochen geht es los und ich starte mit meinen vier Kids in unseren Sommerurlaub 2020. In diesem Jahr heißt es für uns Österreich statt Thailand, Berge statt Strand. Wie bei so vielen hat Corona auch unsere Reisepläne komplett auf den Kopf gestellt. Eine Fernreise scheint in diesem Sommer wie eine Utopie und wahrscheinlich können wir uns glücklich schätzen, überhaupt noch urlaubsmäßig irgendwo untergekommen zu sein. Doch wie wird dieser Sommerurlaub werden? Lohnt sich die Fahrt überhaupt, oder werde ich mir nach drei Wochen wünschen, besser Zuhause geblieben zu sein?

Seit November haben wir uns auf unseren Sommerurlaub 2020 gefreut. Nachdem wir vor zwei Jahren so eine schöne Familienzeit im Robinson Club Khao Lak hatten (den ausführlichen Bericht könnt ihr hier lesen), wollten wir unbedingt wieder nach Thailand reisen, um Land und Leute weiter zu erkunden. Anschließend noch ein paar Tage im quirligen Singapur, welches mit einem kurzen Flug ab Phuket in gut 1,5 Stunden zu erreichen gewesen wäre. Tja. Und dann kam Corona.

Osterferien adé – Was wird aus dem Sommerurlaub?

Während relativ schnell klar war, dass unser Osterurlaub ins Wasser fallen würde, hatte ich für den Sommer noch lange gehofft. Zu weit entfernt schien mir der Juli, als dass Covid seine langen Tentakel bis dahin austrecken und nach meiner Erholung greifen könnte. Ach Gott, was war ich naiv. Und vor allem: Wie war ich nur auf die Idee gekommen, dass die Zeit vor dem 13.3. irgendwie anstrengend gewesen sein könnte? Der tägliche Schul- und Kitabesuch erscheint mir jetzt wie ein wunderbares Märchen, in dem es tatsächlich eine funktionierende Kinderbetreuung gibt.

Meine aktuelle Realität sieht ja eher so aus, dass meine Kitakinder seit letzter Woche einen (ich wiederhole: einen!) Tag pro Woche ihre Kita besuchen dürfen. Meine Bedenken, ob ihnen das überhaupt guttut, könnt ihr gerne hier nachlesen und mir eure Meinung zu dem Thema sagen. Meine Schulkinder gehen durchschnittlich zwei Tage pro Woche zur Schule, den Rest der Zeit verbringen sie mit Homeschooling. Irgendwie lernen sie dabei irgendwas – frei interpretiert klingt so zumindest der Plan der Schule. Na ja, die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt…

Aber zurück zu unserem Sommerurlaub. Durch eine Mischung aus glücklicher Fügung und telefonischer Beharrlichkeit konnten wir unsere (nicht pauschal gebuchte) Fernreise weitgehend kostenfrei stornieren. Und da mein Drang nach einem Tapetenwechsel nach der ganzen Zeit Zuhause natürlich ungebrochen war, haben wir uns schnell nach einer Urlaubsalternative umgesehen. Wie ihr sicherlich wisst gehört mein Berliner Herz ohnehin den Bergen und somit lag Österreich als Plan B natürlich nahe.

Österreich statt Thailand

Nun geht es für drei Wochen in drei verschiedene Hotels, denn ich liebe es, neue Orte zu erkunden. Alle Hotels sind kinderfreundlich und bieten tolle Aktivitäten nur für Kids an – eigentlich. Denn sicherlich wird Corona mir auch hier dazwischenfunken. Noch ist nicht absehbar, wie groß die Einschränkungen bei Kinderclub, Wellnessbereich und Buffet sein werden. Zwar habe ich bei allen Hotels schon die Homepage nach aktuellen Informationen abgesucht, doch der Stand von heute kann ja morgen schon wieder der Vergangenheit angehören. Da kann eine definitive Auskunft über einen Zeitraum von drei Wochen hinweg schon mal gar nicht getroffen werden.

Und so reist die Unsicherheit mit. Nicht, weil ich mir wegen mangelnder Corona-Vorkehrungen Sorgen mache. Auch fühle ich mich in Österreich weitaus sicherer, als das in Thailand der Fall gewesen wäre. Die Verantwortung für vier Kinder in einem fernen Land mit 15 Stunden Flugzeit und dem Corona-Damoklesschwert hätte ich nicht tragen können. Zwar ist die medizinische Versorgung in den thailändischen Tourismuszentren durchaus passabel – dennoch wäre mir das Risiko für meine Kinder zu groß gewesen. Österreich bleibt für mich im Gegensatz dazu ein relativ sicheres Urlaubsziel.
Absolute Sicherheit wird es in diesem Sommerurlaub ohnehin nirgendwo geben. Wie auch, wenn bereits der Gang zum örtlichen Supermarkt ganz eigene Risiken birgt.

Die Unsicherheit wird in diesem Urlaub mein Begleiter bleiben. In jedem neuen Hotel werde ich Abläufe und sicher auch Einschränkungen erfahren, die ich vorher nicht kannte. Was darf ich und was darf ich nicht? Worauf müssen meine Kinder achten und welche Urlaubsaktivitäten sind in diesem Jahr nicht mit ihnen möglich? Schwimmbad, Fußballturnier, Familiensauna – ja/nein/vielleicht? Abwarten, heißt es da mal wieder, und sich nicht aus der Ruhe bringen lassen.
Ich habe mich darauf eingestellt, dass dieser Sommerurlaub anders sein wird, als in den Jahren zuvor. Aber ich bin dankbar dafür, dass er überhaupt möglich ist. Ich freue mich auf eine unbeschwerte Zeit mit meiner Familie, die nicht von Homeschooling oder Homeoffice belastet sein wird. Nur wir, die Bergluft und hoffentlich der Sonnenschein. Keine Einschränkung wird meine Urlaubsfreude trüben und keine Unsicherheit kostbare Urlaubszeit vergeuden.

Sorgenfreie und entspannte Zeit zusammen mit meinen Liebsten – das ist das einzige, was in diesem Sommerurlaub für mich zählt.

Was habt ihr für die Sommerferien geplant? Oder habt ihr wegen Corona vielleicht euren heißersehnten Urlaub absagen müssen? Schreibt mir eure Pläne gerne direkt in das Kommentarfeld!

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