Reisen

Sommerurlaub im Robinson Club Khao Lak – Lohnt sich die weite Reise?

August 16, 2018

Um es gleich vorweg zu nehmen: Diese Reise wurde zu 100% privat bezahlt. Robinson hat mir weder einen Euro, noch eine Kokosnuss spendiert, damit ich euch von meinen Erfahrungen berichte…

Thailand sollte es in diesem Sommer sein, Khao Lak bereits zum zweiten Mal. Vor einigen Jahren waren wir schon einmal dort und hatten uns in das friedliche Stückchen Erde verliebt, das 2004 so schwer vom Tsunami getroffen worden war.

Damals hatten wir allerdings nur zwei Kinder, die zum Reisezeitpunkt bereits 5 und 7 Jahre alt waren.
Unsere Zwillinge hingegen sind gerade 3 geworden. 3!

Also quasi 2 Dreijährige auf einmal, zusammen mit einem 10-jährigen Junior und einem Teenager-Mädchen. Mit vier Kindern hinaus in die weite Welt ist ein Unterfangen, das wir bereits seit der Geburt der Zwillinge immer wieder wagen.
Mit vier Kindern auf eine 20-stündige Reise gehen, die zudem einen fast 12-stündigen Langstreckenflug umfasst, das hatten wir uns bisher nicht getraut.

Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

Wir entschieden uns für den im November 2017 neu eröffneten Robinson Club Khao Lak, da wir auf eine kompetente deutschsprachige Kinderbetreuung hofften und das Gefühl hatten, durch die Deutschen Ansprechpartner vor Ort in sicheren Händen zu sein – falls sich mit den Kleinen doch mal ein (medizinischer) Notfall ereignen sollte.

Natürlich trugen auch die Ansicht der wunderschönen Anlage und der Ruf des großartigen Essens dazu bei, dass wir uns sehr auf den bevorstehenden Urlaub freuten.

Um es vorweg zu nehmen: Wir wurden nicht enttäuscht!


Damit ihr einen möglichst umfassenden Einblick in den Club bekommt, werde ich die einzelnen Bereiche separat beschreiben. So viele Eindrücke haben sich in 17 Tagen Aufenthalt angesammelt, da fällt eine chronologische Reihenfolge sonst schwer. Also: Los geht´s!

Rezeption
Nach exakt 20 Stunden Reise von Tür zu Tür ist man natürlich erschöpft und möchte einfach nur noch auf sein Zimmer. Sobald wir ankamen wurde uns ein kaltes Getränk gereicht und sich freundlich nach unserer Anreise erkundigt. Nach kurzer Wartezeit konnten wir dann einchecken und waren erstmal gar nicht zufrieden.
Unser per email geäußerter Wunsch nach einem oben gelegenen Familienzimmer war ignoriert worden und wir erhielten stattdessen ein Zimmer im Erdgeschoss, unmittelbar vor dem Pool. Inakzeptabel, da eine offen gelassene Terrassentür den Tod für eines unserer Kleinkinder hätte bedeuten können.
Man versprach uns, sich des Problems anzunehmen und bis zum nächsten Tag eine Lösung zu finden.
Robinson Club Khao Lak
Und tatsächlich: Ohne Nachfrage erhielten wir am nächsten Morgen die Information, dass unser neues Familienzimmer im 2. OG ab mittags bezugsfertig sei und wir jederzeit Hilfe beim Umzug anfordern könnten. Problem gelöst!

Familienzimmer
Familienzimmer sind einfach zwei Doppelzimmer, die mit einer Tür verbunden sind. Ein Zimmer mit Doppelbett, eins mit Twin Beds. Für die beiden Kleinen wurden zwei Reisebetten dazugestellt, was vom Platz her kein Problem war. Die Zimmer wurden noch von der vormaligen Anlage übernommen und sind mit dunklem Holz ausgestattet, die Wände dazu frisch und hell gestrichen.

Wie ich gehört habe, scheiden sich an den Badezimmern die Geister. Soviel sei gesagt: Sie werden aktuell erneuert. Sie sind auch nicht wirklich alt, entsprechen aber sicherlich auch nicht dem sonstigen Standard der Anlage. Vor allem die weitgehend transparente Durchsicht zum Wohnzimmer sorgte in unserer großen Familie oftmals für den einen oder anderen Lacher!

Anlage
Wer eine reichhaltige Flora und Fauna mag, der wird sich im Robinson Club Khao Lak definitiv wohlfühlen! Alles ist grün, voller Palmen, wunderschön bepflanzt und gepflegt. Vor dem Restaurant beginnt ein kleiner Wasserfall, der in den See vor den Bungalows mündet und dort mit einer steten Wasserfontäne für ein schönes Motiv sorgt.

Die Anlage ist sehr weitläufig. Vor allem die Sporteinrichtungen befinden sich einige 100 Meter vom Hauptrestaurant entfernt, und abhängig von der eigenen Wohnsituation ist man dann schon gerne 10-15 Minuten zu Fuß unterwegs. Gerade bei regnerischem Wetter bietet es sich an, für diese Wege ein Golfcart zu bestellen.

Der Strand ist einfach nur traumhaft. Auch nach zwei Wochen hatte ich immer wieder den Eindruck, ich würde auf eine Fototapete schauen und nicht auf den tatsächlichen Anblick direkt vor mir. Ein wunderschöner weißer, feiner Sandstrand, den man in beide Richtungen hinunterlaufen kann. Kokospalmen bilden den Übergang zum Liegebereich, der zwar stets gut besucht, aber nie unangenehm voll war.

Kinderclub
Idyllisch gelegen auf einer kleinen Halbinsel mitten im Kinderpool befindet sich der Roby Club. Dort werden die 3-6jährigen „Minis“ betreut, wobei auch die älteren Kinder immer mal gerne vorbeischauen. Täglich gibt es ein abwechslungsreiches Programm, das ca. die Hälfte der Betreuungszeit ausmacht – der Rest ist freies Spiel.

Die Betreuerinnen waren einfach nur liebenswert: Immer freundlich, stets den Kindern zugewandt und mit großer Begeisterung für ihre Arbeit. Klar, das kann man bei Robinson auch erwarten. Trotzdem ist es ein Unterschied, ob jemand professionell freundlich Kinder betreut, oder ob die Zuwendung von Herzen kommt. Und das war bei allen Mädels dort der Fall!

Für die älteren Kinder von 7-12 (Maxis und Kids) gab es ebenfalls eine nette Gruppe, in die mein Sohn immer wieder gerne ging. Auch wenn ihm nicht alle Aktivitäten gefielen, so fand er doch durch die Gruppe schnell Anschluss zu Gleichaltrigen. Stundenlang tobten die Jungs dann in den verschiedenen Pools oder waren gemeinsam in der Anlage unterwegs. Herrlich, diese Freiheit für einen 10-jährigen!

Auch die Teenies wurden während der Ferien betreut. Bis Mitternacht dauerte das Programm der Robs und war so abwechslungsreich gestaltet, dass meine Tochter kein einziges Treffen verpasste. Von Tennisspielen bei Flutlicht bis nächtlichen Poolgängen war so ziemlich alles enthalten, was Jugendlichen Spaß macht.
Am Abreisetag winkten ihre neu gefundenen Freundinnen mit großen Robinson Fahnen und die Krokodilstränen kullerten Literweise.

Da unsere vier Kinder wirklich alle Roby-Altersgruppen ausprobiert haben kann ich sagen, dass die Betreuung der Kids und Jugendlichen im Club durchgehend top ist. Die Größeren können kommen und gehen wie sie möchten, das gibt ihnen eine große Flexibilität. Alles kann, nichts muss – für unsere Kids hat das super funktioniert.

Das Essen
Oh ja, das Essen ist wirklich so gut, wie zumeist von Robinson Clubs behauptet wird. Meine Waage steht seit dem Urlaub im Schrank, und da wird sie vorerst auch bleiben. Bis ich die Kilos wieder runter habe dürften noch einige Wochen vergehen. Aber das war es wert!

Bereits morgens ging die Schlemmerei los. Das Buffet bot an warmen und kalten, süßen und herzhaften Speisen alles, was man in einem Hotel dieser Preisklasse erwarten würde. Dazu mindestens 2 frisch gepresste Säfte oder Vital-Shakes, die mir Zuhause alleine schon als Frühstück gereicht hätten.
Ein deutscher Bäckermeister backt wunderbare Brotsorten, von denen vor allem das Nussbrot eine absolute Köstlichkeit war.

Ab 12.30h gibt es Mittagessen und auch wenn man vom Frühstück noch satt ist – das Buffet darf man nicht verpassen! Üppig und stets an diversen Stationen frisch zubereitet. Salat, selbstgemachte Pasta und viele einheimische Gerichte boten immer reichlich Auswahl. Und so ganz ohne einen der vielen Nachtische probiert zu haben, wollte man das Restaurant ja dann auch nicht verlassen…

Da es gegen 19h dunkel wurde, fand das Abendessen stets in wunderschöner, kerzengeschwängerter Atmosphäre statt. Während es tagsüber meistens draußen zu warm war, so ließ es sich abends an den soliden Holztischen wunderbar aushalten.

Die Auswahl beim Abendessen übertraf das Mittagessen noch einmal deutlich. Verschiedene Themenabende boten jede Menge Abwechslung und man merkte dem gesamten Team an, dass es sich für seine Gäste ordentlich ins Zeug legte. Zwei Stunden bei 30 Grad Außentemperatur zwischen zwei heißen Kohlegrills haben da schon vollen Körpereinsatz verlangt… 😉

An den Galaabenden gab es bestimmte Dresscodes (z.B. zur White Neon Party, Blue Night), die allerdings nicht akribisch eingehalten und schon gar nicht eingefordert wurden. Diese Abende schufen für uns wunderbare Erinnerungen, da sie entweder mit Live-Musik oder aufwändiger Dekoration verbunden waren. Collect memories, not things!

Sportangebot
Die Sporteinrichtungen wie Bogenschießanlage, Thaiboxplatz, Tennis- und Fußballcourts sowie das Gym-Haus für Spinning- und Sportkurse sind im Zuge der Übernahme der bestehenden Anlage durch Robinson neu gebaut worden. Durchgehend eingebettet in die üppige Vegetation und mit einem stimmigen Gesamtbild.

Ich habe einige Kurse im Gym-House besucht, darunter Spinning, Step Aerobic, Deep Work und Power Abs. Alle Kurse wurden von erfahrenen Trainerinnen geleitet, die sich immer mal wieder nach Wohlbefinden und Wünschen der Teilnehmer erkundigten. Gut zu wissen, dass man auch im Urlaub in professionellen Händen ist und nicht etwa Verletzungen durch Unkenntnis der Anleitenden riskiert.

Das Bogenschießen gehört ja zu Robinsons Klassikern und war auch in Khao Lak einen Besuch wert. Bei diesem ruhigen Sport kommt man leicht mit den anderen Teilnehmern ins Gespräch, was durchaus einige interessante Unterhaltungen befördert hat.

Etwas schwieriger gestaltete sich der angebotene Thai-Boxkurs. Begrenzt auf nur wenige Teilnehmer schafften wir es nicht während der 17 Tage Aufenthalt dort einen Platz zu ergattern. Die Liste war bereits Minuten nach ihrem Aushang voll – schade. Man konnte das Training auch privat buchen, allerdings für einen horrenden Stundensatz den wir nicht bereit waren zu zahlen.

Tipp: Authentisches Thai-Boxen kann man jeden Freitagabend in Khao Lak sehen. In der dortigen Arena treten ab 21h ortsansässige Kämpfer aller Altersgruppen gegeneinander an. Ein echtes Spektakel, das mit 1000 Baht (ca. 25€)Eintrittskosten für Touristen allerdings auch seinen Preis hat.

Spa
Sanfte Musik empfängt einen, sobald man sich dem Spa Bereich nähert. Der Empfangsbereich ist klimatisiert und dort werden auch Pediküre und Maniküre durchgeführt. Massagen und andere Anwendungen finden in einem separaten Bereich statt, dessen Behandlungsräume von einem offenen Gang abgehen.

Zum Relaxen nach der Behandlung gibt es einen eigenen Spa-Pool, an dem es weitaus ruhiger zugeht als an Haupt- und Kinderpool.

Die Anwendungen befinden sich preislich eher auf europäischem, als auf inländischem Niveau. Eine Pediküre kostet ca. 40€, eine 60-minütige Massage ca. 50€. Nicht gerade preiswert, aber natürlich bezahlt man für die schöne Atmosphäre mit.

Tipp: Direkt am Strand gibt es das Bambi Beach. Dort bieten kundige Thai-Masseusen ein großes Spektrum von Massagen an. Eine klassische Massage mit Öl kostet dort umgerechnet nur 10€ – Meeresrauschen und großartiger Ausblick inklusive.

Fazit
Nach 17 Tagen Robinson Club waren wir absolut tiefenentspannt. Wenn sich die Gedanken nur noch darum drehen, wie man möglichst viel von der nächsten leckeren Mahlzeit unterbringen kann und ob man es rechtzeitig zu Robbies Auftritt um 16h schafft, dann hat die Erholung doch schon recht weit um sich gegriffen.

Immer mal wieder setzten sich Robins (also Robinson Mitarbeiter) an unseren Restauranttisch und wir kamen stets nett ins Gespräch. Sie berichteten, dass es mittlerweile nur noch wenige Beschwerden geben würde und sich der Betrieb nach knapp 9 Monaten nun gut eingespielt hätte.

Diesen Eindruck hatten wir auch. Klar, man kann immer ein Haar in der Suppe finden, wenn man danach sucht. Und bis auf das Maxx Royal in Belek habe ich bisher kein Hotel besucht, bei dem nicht irgendwo noch Luft nach oben gewesen wäre.

Ein motiviertes Team, eine wunderschöne Anlage, großartiges Essen und glückliche Kinderaugen haben für uns den Urlaub im Robinson Club Khao Lak zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht!

Anschließend waren wir noch in Bangkok – meine Tipps für tolle Ausflugsziele mit der Familie in Bangkok lest ihr hier.

Ich hoffe, dass ich an die wichtigsten Aspekte dieses schönen Urlaubs gedacht habe. Gerne könnt ihr mir eure Fragen direkt ins Kommentarfeld schreiben, Antwort garantiert 😊

 

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  1. Hallo Simone, wie toll, da werdet ihr sicherlich einen tollen Urlaub haben😊 Die Getränke sind (fast) alle inklusive, also bei allen Mahlzeiten von Softdrinks bis Wein alles dabei. Nur Getränke an der Bar kosten extra. Wir haben daher kaum etwas nebenbei ausgegeben.
    Zur Packliste: Meine Kinder fanden es toll, im gekühlten Zimmer auch mal ihre kuscheligen Jogginghosen anzuziehen 😉 Wahrscheinlich als Ausgleich zur sonstigen Wärme. Sonnenmilch ging bei uns nur Faktor 50, weniger nicht. Ansonsten findest du alle vergessenen oder fehlenden Artikel in Khao Lak, 10 Minuten mit dem Taxi.
    Ich hoffe, das beantwortet deine Fragen weitgehend. Eine schöne Weihnachtszeit wünsche ich euch, liebe Grüße Viola

  2. Hallo Viola, danke für Deinen tollen Bericht. Wir möchten im Januar mit unserem 5 jährigen Sohn in den Club nach Khao Lak. Hast Du für uns Tipps bzgl unserer Packliste?
    Wie ist es dort mit den Getränken geregelt? Musstet Ihr noch viel Geld ausgeben? lieben Dank für Deine Mühe! Simone

  3. Hallo Angelika,
    wir waren schon drei Mal während der eigentlichen Regenzeit in Thailand (Juli/August) und hatten immer Glück! Diesmal von 23 Tagen Aufenthalt nur 2 Tage Regen, gar kein Thema gewesen 🙂
    Ich wünsche euch viel Spaß und eine tolle Reise!
    LG, Viola

  4. Liebe Viola,
    wir waren heuer Ende Jänner auch für fast zwei Wochen in Khao Lak. Sind schon sehr erfahrene Thailand Urlauber allerdings nur in der Regenzeit. Wir haben (nur) 1 Kind, der kleine Lausa ist 5. Nun kommt er nächstes Jahr in die Schule und wir haben vor, vorher noch eine kleine Auszeit zu nehmen. Natürlich in Thailand ( – :
    Jetzt meine Frage: Wie war denn das Wetter – wir sind nämlich da schon verwöhnt, da wir bisher immer nur in der Trockenzeit nach Thailand reisten.
    Ich freue mich schon über eine Rückmeldung.
    Herzliche Grüße aus Tirol
    Angelika

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