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Sturzgeburt im Auto ~ Wenn die Entbindung nur 9 Minuten dauert

Oktober 22, 2018

Sicherlich habt ihr schon gelesen, dass ich bei meinen drei Geburten von Einleitung über spontane Geburt bis Kaiserschnitt alles erlebt habe. Eine Sturzgeburt war zum Glück nie dabei. Innerhalb weniger Minuten vom Kugelbauch zur Mama, das ist schon eine ganz besondere Entbindung.

Einer Freundin von mir ist genau das passiert. Einen Tag vor ET setzten bei ihr die Wehen ein und ihr drittes Kind machte sich mehr als eilig auf den Weg…

“Ich habe bereits meine ersten beiden Kinder sehr schnell und sehr unkompliziert entbunden. Bei meinem Sohn dauerte es 3, bei meiner Tochter nur 1 Stunde, bis sie das Licht der Welt erblickten. Aufgrund dieser Erfahrung hatte ich schon ein bisschen Sorge, ob ich es für die Geburt meines dritten Kindes noch rechtzeitig ins Krankenhaus schaffen würde, oder ob es diesmal eine Sturzgeburt werden würde.

Meine Vorahnung war richtig

Zwei Tage vor dem errechneten Termin saß ich noch bis spät abends mit Freunden zusammen und war mir sicher, dass der Geburtstermin ohne mein Baby verstreichen würde. Die Hebamme hatte mir immer wieder versichert, dass sich mein Sohn sehr wohl in meinem Bauch fühlte. Es gab keinerlei Anzeichen dafür, dass er in den kommenden Tagen seine liebgewonnene Heimat verlassen würde.

Nachdem der Besuch gegangen war ging ich müde zu Bett. Mein Bauch war hart und drückte unangenehm und somit war an Schlaf nicht zu denken. Natürlich kam mir auch der Gedanke an einsetzende Wehen und so legte ich mich eine Weile in die Badewanne um zu testen, ob die Schmerzen dann besser werden würden.

Tatsächlich, es half. Nach einer halben Stunde legte ich mich wieder ins Bett und fühlte mich weitaus entspannter und schmerzfreier als zuvor. Mittlerweile war es zwei Uhr nachts geworden, doch an Schlaf war weiterhin nicht zu denken.
Mein Mann wurde langsam unruhig und drängelte, endlich ins Krankenhaus zu fahren. Ich war mir aber nicht sicher und wartete n och ein wenig ab. Eine halbe Stunde später gab es keinen Zweifel mehr: Mein Baby war auf dem Weg nach draußen – und zwar mit Nachdruck!

Mit Full Speed ins Krankenhaus

Wir warteten noch kurz die Ankunft des Babysitters für die beiden Großen ab und dann ging es los: Ab auf die Autobahn und durch die Nacht in Richtung Krankenhaus. Nach der Hälfte der Fahrt gab es dann kein Halten mehr: Meine Fruchtblase war geplatzt! Die Wehen kamen in immer kürzeren Abständen, ich klammerte mich nur noch am Handgriff fest und hoffte, dass mein Baby nicht direkt auf dem Autositz in unsere schöne Welt rutschen würde. Der Druck war allerdings so stark, dass ich mir da wirklich nicht so sicher war…

Währenddessen überfuhr mein armer Mann schweißgebadet jede rote Ampel, die sich ihm nachts um 4h in den Weg stellte. Eine Sturzgeburt ohne fremde Hilfe war das letzte, was er sich für die Entbindung seines Sohnes wünschte! Beim Krankenhaus angekommen rannte er zum Empfang und schrie, dass sie sofort einen Rollstuhl nach draußen bringen sollten. Ich konnte das Köpfchen bereits seit der Autofahrt spüren und hatte Angst, dass mein Baby durch meine Kleidung am Rausrutschen gehindert werden könnte.

Hose runter – Beine hoch!

Also schnell die Hose nach unten geschoben und tatsächlich: Das Köpfchen war bereits da! Nun konnte ich weder laufen, noch mich hinsetzen – also was tun? Mein Mann löste das Problem, indem er mich in den Rollstuhl drückte und sich meine Füße einfach unter den Arm klemmte. Hinten schob also die eilig herbeigerufene Krankenschwester, vorne zog mein Mann… und los ging´s!

Ab in den Fahrstuhl, dem ich während der Fahrt in die 4. Etage dann noch mein restliches Fruchtwasser überließ.
Kaum hatte ich den Kreißsaal betreten, gingen auch schon die Presswehen los. Ich schrie und fühlte, wie sich mein Baby bei jedem Schrei, bei jeder Wehe noch weiter nach unten bewegte. Und dann kam er: Die rechte Schulter folgte dem vorausgeeilten Köpfchen und schwupp… da war er! Perfekte 52cm lang und 3520g Gramm schwer hatte mein Sohn innerhalb von nur 9 Minuten das Licht der Welt erblickt. Eine Sturzgeburt, die zum Glück gut ausgegangen war.

4.30h am Krankenhaus, 4.39h Baby auf dem Arm.

Unglaublich, ich konnte es selber gar nicht begreifen. So viele Wochen und Monate hatte ich auf meinen kleinen Mann gewartet und nun hatte er mich im Eiltempo zur Dreifach Mama gemacht!
Um 9.30h verließen wir das Krankenhaus bereits wieder. Ich hatte Glück, denn trotz der Sturzgeburt hatte ich keine stärkeren Verletzungen erlitten und konnte ohne Probleme aufstehen.

Der kleine Bruder kommt endlich nach Hause

Meine großen Kinder fingen vor Freude an zu weinen, als wir mit ihrem kleinen Bruder auf dem Arm durch die Tür kamen. Jede Mama kann sich wohl vorstellen, wie ich mich in diesem Moment gefühlt habe…pures Glück!
Nun sind wir zu fünft und unsere Familienplanung ist damit abgeschlossen. Ist wahrscheinlich auch besser so, denn wer weiß, wie schnell sich Nummer vier auf den Weg nach draußen machen würde” 😊

Was für ein Krimi, oder? Habt ihr auch eine Sturzgeburt erlebt oder kennt jemanden, der so flott entbunden hat?          Ich freue  mich auf eure Kommentare!

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  1. Hallo meine Lieben, ich habe es leider noch nicht mal ins Krankenhaus geschafft. Ich bin um 3:33 Uhr aufgewacht mit “Bauchschmerzen” (habe ich öfter – Lebensmittelunverträglichkeit). Da die Schmerzen alle 3 Minuten kamen, dies ca. eine Stunde beobachtet und dann für Wehen befunden (Schmerzen waren dann auch schon etwas stärker). Dann meinen Freund geweckt, um 4:53 Uhr in die Badewanne gegangen um zu checken, ob Übungswehen oder nicht – Oh ja – richtige Wehen. Dann wollte ich mich anziehen und ab in Krankenhaus. Als ich endlich meine SS-Hose und Socken an hatte, ist die Fruchtblase geplatzt. Als ich dann auf Toilette wollte, um das “restliche” Fruchtwasser loszuwerden, kam schon das Köpfchen raus. Mein Freund schmeißt alle Handtücher aus dem Badezimmer auf dem Boden, ich lasse mich auf die Knie fallen und ‘blub’ war mein erstes Kind da. Mein Freund hat dann sofort den Krankenwagen gerufen. Als die Sanitäter da waren, fragten Sie uns, ob wir auf die Uhr geschaut hätte, wann unser Sohn das Licht der Welt erblickte. Wir verneinten dies. Dann der Sanitäter: “Kleiner Tipp, der Anruf ist um 5:00 Uhr bei uns eingegangen. Somit haben wir geschätzt, dass unser Sohn um 4:58 Uhr zur Welt kam ❤

  2. Also ich bin mir nicht sicher, ob wir von einer Sturzgeburt sprechen können, aber auf jeden Fall von einer überstürzten!
    Ich hatte laut ctg seit 7 Tagen Wehen, welche ich allerdings auf keinste Weise spürte.
    Nach neun tagen über dem termin bekam ich dann den rizinuscocktail und es passierte zunächst nicht viel. Gegen 23 Uhr bekam ich plötzlich ungewöhnlich starke Schmerzen (ich hing bereits seit 21.15 Uhr am ctg, welches aber nicht vernünftig schrieb, weshalb ich 23 Uhr immer noch dran hing). Die Hebammen fragten mich, ob ich denke, dass ich ohne Schmerzmittel schlafen könne aber das musste ich definitiv verneinen. Daraufhin wollten sie mir Schmerzmittel geben, waren aber Gott sei dank erfahren genug, um nochmals nach meinem muttermund zu schauen und tadaaa! Drei Zentimeter geöffnet. Ich rief meinen freund an und zitierte diesen zurück (er war vor 4 Stunden erst heim geschickt wurden). Inklusive allen Vorbereitungen und dem abwarten der Ankunft meines Freundes war ich etwa gegen 24 Uhr im Kreissaal. Kaum lag ich auf der Liege dauerte es tatsächlich drei Wehen bis die Blase sprang (bis dahin war es am schmerzvollsten) und drei Presswehen später hielt ich meine Tochter im arm (0:24 Uhr). Aufgrund dieser kurzen Zeit und zu wenig Personal war es leider auch nicht möglich Schmerzmittel zu bekommen. War aber auch nicht unbedingt notwendig. Ich habe mir einfach die Seele aus dem Leib geschrien was den selben Effekt hatte. 😛
    Sowohl wir (die auf eine stundenlange genug im Kurs vorher vorbereitet wurden), als auch die Ärztin und die Hebammen machten mächtig große Augen und waren verdammt überrascht, denn damit hatte keiner so wirklich gerechnet. Ich glaube hierbei wäre es noch wichtig zu erwähnen, dass dies mein erstes Kind war! 😉 So schnell wie sie entstanden war (damit meine ich zwei Monate nach dem absetzen der Pille!), ist sie auch auf die Welt gekommen! 😛

  3. Wow, da hast du ja was erlebt 😮 Ganz herzlichen Glückwunsch zur Geburt und ab jetzt hoffentlich eine ruhige Zeit miteinander 🍀

  4. Schön zu lesen, dass es gut ausgegangen ist. Genau das ist mir heute Nacht auch so ergangen. Auch bei Kind 3.
    Am Kreißsaal angekommen, war der Kopf schon da. Ich hab nur noch die Hebamme angebrüllt “Hose aus”, weil sie anfing an meinem halstuch rumzuzotteln… und als die Hose aus war, war auch der Rest von unserer Tochter schon da. Ich wurde gerade noch rechtzeitig von meinem Mann und 2 Hebammen aufs Bett geworfen…. Ich hatte auch vorher 2 unkomplizierte und schnelle Entbindungen. Aber das toppte alles. Gar nicht so leicht, das zu verarbeiten, oder?

    Ich wünsche euch weiterhin alles Gute… A.

  5. hi erstmal Glückwunsch zur Geburt. Also ich hatte beides und muss sagen mir ist ne “Sturzgeburt” lieber als 25 Stunden in Wehen zu liegen, wie beim ersten Mal. hatte so alle 30 min Wehen unregelmäßig sind ins kkh. ans Gerät Wehen waren da. Nachgeschaut alles unten zu. Hebamme meinte wir können wieder heim oder 2 std spazieren dann schauen wir mal ob sich was getan hat. Wir spazieren, ich konnte nach 30 min nicht mehr und wollte zurück um Schmerzmittel zu bekommen. Dort angekommen ist auf einmal die Fruchtblase geplatzt mitten im Wartezimmer Hebammen waren bissi verdutzt. Zack in Kreissaal, wollte Schmerzmittel, Hebi nachgeschaut, Kopf geschüttelt und gesagt Press 2-3mal und das Baby ist da. Ich konnte es gar nicht glauben aber genauso war es!

  6. Hallo Vroni, da haben es deine Süßen aber auch ganz schön eilig gehabt 😀 Alles Gute in die Schweiz und liebe Grüße, Viola

  7. Das hab ich beim dritten etwa so erlebt…… beim vierten ging es dann so schnell, dass er bei uns zu Hause auf die Welt kam.
    Beim dritten dauerte es von der ersten Wehe an etwa 2,5h und beim vierten eine halbe Stunde. 😊

    Liebe Grüsse

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