Mamaleben

Traumatische Geburtserfahrung: Wenn Schwangere nicht ernst genommen werden

Februar 3, 2019

Die Geburt eines Kindes ist wohl eines der unvergesslichsten Erlebnisse im Leben jeder Mutter und jeden Vaters. Nun heißt es im Volksmund oft, dass alle Schmerzen und alles Leid, welches frau unter der Geburt erlebt hat, vergessen seien, sobald man das Baby im Arm halte. Aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich sagen, dass dies nicht der Fall ist. Traumatische Geburtserlebnisse können manchmal noch jahrelang nachhallen.

Wer meinen Blog verfolgt weiß, dass ich bei den drei Geburten meiner vier Kinder von der Einleitung bis zum Kaiserschnitt alles erlebt habe. Waren diese Geburten im Rückblick „schön“? Ich habe sie nicht so empfunden.
Als mich vor kurzem ein Kommentar auf meinen Beitrag zum Kaiserschnitt erreichte, musste ich erstmal ordentlich schlucken. Christina schildert mir dort ganz offen die traumatische Geburt ihrer Tochter. Und sie weckte in mir eine Erinnerung, die ich selber liebend gerne vergessen würde…

Verdängt ja – vergessen nein

Mein Sohn war sehr schwer, er wog bei seiner Geburt knapp 4,3kg. Die Ärzte hatten mir im Vorfeld einen Kaiserschnitt angeboten, doch ich wollte es lieber spontan versuchen. Das gelang auch und innerhalb von drei Stunden hielt ich meinen Wonneproppen im Arm.

Leider waren die Geburtsverletzungen sehr heftig und es wurde eine erfahrene Oberärztin gerufen, um mich zu versorgen. Ich bekam also noch im Kreißsaal zwei Spritzen, die schon maßlos wehtaten. Oberärztin: „Sie haben doch gerade ein Kind entbunden, da wird so eine Spritze ja wohl nicht schlimm sein!“ Nee, klar. So zwei lange Spritzen in den wunden Intimbereich nach der Entbindung eines 4kg Kindes sind überhaupt kein Ding. Bitte lassen Sie sich nicht von mir stören, einfach weitermachen.

Das tat sie dann auch. Und zwar mit Nadel und Faden … was ich deutlich spürte! Das äußerte ich auch, wurde aber mit der Aussage, dass könne gar nicht sein, abgewimmelt. Damit die Spritze wirken konnte, wartete sie dann ganz offensichtlich genervt noch eine Minute. Leider hatte der Wirkstoff (noch) nicht seine Wirkung entfaltet, aber ich traute mich nicht mehr, den Mund wieder aufzumachen.

Hilflosigkeit

Das schlimmste daran war nicht mal der körperliche Schmerz. Das schlimmste war das Gefühl der Hilflosigkeit und des Ausgeliefert-seins. Jahre später, als meine Zwillinge im selben Krankenhaus auf die Welt kommen sollten, habe ich meinen Mut zusammengenommen und mich über das Verhalten dieser Ärztin beschwert. Nein, so die Hebamme, das könne sie sich wirklich nicht vorstellen. Dr. Xy sei eine sehr erfahrene Ärztin, so ein Fehler wäre ihr sicherlich nicht unterlaufen.
Ach so, sorry. Dann habe ich mir das wahrscheinlich nur eingebildet…

Trauma Kaiserschnitt

Christina ging es ähnlich. Auch ihre Einwände wurden einfach beiseite gewischt, ihre Schmerzen ignoriert. Sie hat mir freundlicherweise erlaubt, ihre traumatische Erfahrung mit euch zu teilen, was ich sehr gerne tun möchte:

Als mein 3. Kind unterwegs war, habe ich mich bewusst für einen Kaiserschnitt entschieden, da ich durch die Erfahrung einer „normalen“ Geburt sehr geprägt war.
Ich musste damals mit 12 Stichen vaginal genäht werden, weil meine Tochter sehr groß war, was allerdings kein Arzt vorhersehen konnte. Jedenfalls hatte ich einen Termin zum Kaiserschnitt eine Woche vor errechnetem Geburtstermin. Leider hatte es meine 2. Tochter sehr eilig und die Fruchtblase platzte am selbigen Tag.

Ab ins Krankenhaus und ich wurde für den Kaiserschnitt vorbereitet – nicht sehr liebevoll. Es gab weder ein „Guten Morgen“, noch eine andere Form der Unterstützung. Ich wies mehrmals darauf hin, dass ich durch starke Ischiasschmerzen nicht sitzen oder liegen, geschweige denn auf die Op-Liege hochklettern kann. Dies wurde mit den Worten Das tut jetzt nichts zur Sache. Sie wollten den Kaiserschnitt, also sehen Sie zu, dass Sie sich beeilen. Es muss jetzt schnell gehen abgetan.

Einfach ignoriert

Dann wurde kurz darauf getestet, ob ich die Beine und den Bauch noch spüre. Ich bejahte dies. Antwort: „Nein, das kann überhaupt nicht sein. Sie haben schon so viel Betäubung bekommen!“ Schon wurde geschnitten, was fürchterlich gebrannt hat, dann der Bauch aufgerissen… ich hab gebrüllt, aber das schien niemanden zu interessieren. Das Zunähen hinterher war auch nicht witzig.

Während eine andere Patientin ihre Beine noch ewig nicht bewegen konnte, obwohl sie vor mir dran gewesen war, habe ich meine Beine längst bewegen können. Allerdings haben mich höllische Schmerzen davon abgehalten.
Ich hatte noch ewig Albträume und psychische Probleme. Heute ist meine Maus schon fast 2,5 Jahre alt und ich habe mehr oder weniger damit abgeschlossen.

Was für eine Geschichte und was für ein Unding, dass man in einer Situation, in der man eh schon unter höchster Belastung steht nicht ernst genommen wird!

Es liegt mir fern, die Ärzte in ihren Bemühungen anzugreifen. Sie sind auch nur Menschen und an manchen Tagen müde oder schlecht drauf – auch wenn das eigentlich nicht an Patienten ausgelassen werden sollte. Was ich nicht akzeptabel finde ist die Arroganz, mit der man als Schwangere oder frisch entbundene Frau teilweise behandelt wird. Trotz Baby im Bauch sind wir erwachsene Personen, im Vollbesitz unserer geistigen Kräfte. Es ist wohl nicht zu viel verlangt, wenn dies im Kreißsaal oder auf dem Op-Tisch berücksichtigt wird.

Ist es euch auch so gegangen oder habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Vielleicht auch ein wunderschönes Geburtserlebnis genossen, das ihr gerne teilen möchtet? Ich freue mich auf eure Rückmeldungen! Gerne gleich ins Kommentarfeld, oder natürlich auch per Mail an viola@mama-und-co.de.

Über euer Like meiner Facebook Seite Mama&Co würde ich mich sehr freuen! Dort werdet ihr auch regelmäßig als erste über neue Beiträge informiert.

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  1. Liebe Charlie, danke für deine offene Schilderung. Ich kann vor allem deine Gefühle bei der zweiten Geburt absolut nachvollziehen, diese Panik vor den erneuten Schmerzen. Für mich bist du eine Heldin, weil du ein zweites Mal eine natürliche Geburt gewagt hast. Das war sicherlich ein großer Schritt für dich. Ich wünsche dir sehr, dass sich auch die Beziehung zu deinem ersten Kind stabilisiert. Das ist nicht einfach, ich weiß. Aber ihr habt noch so viele schöne gemeinsame Jahre vor euch, da lohnt sich jede emotionale Anstrengung. Alles Liebe und Gute, Viola

  2. Nach sechs cm hatte ich Presswehen. Mir wurde eine PDA empfohlen. Davon gingen die Wehen dann weg. Ich konnte mich erholen, der Muttermund hat sich bis 9cm geöffnet. Der Kopf meiner Tochter lag nicht richtig. Der Mutzermund ging nicht weiter auf, die Ärztin hat den Muttermund mit dem Finger über den Kopf geschoben. Es tat saumäßig weh. Dann ging die Kaskade weiter. Keine richtigen Wehen. Alles tat weh, aber ich wusste nicht wann ich pressen soll. Irgendwann wurde ich geschnitten. Sie hätten mir auch nüchtern den kleinen Zeh abschneiden können. So hat es sich zumindest angefühlt. Sie haben sich wohl voll auf die PDA verlassen, weil schneiden ja angeblich nicht weh tut. Die PDA hat die Wehen irgendwie betäubt und der Rest war der Horror. Die Kleine wurde mit der Saugglocke geholt. Es hat sich angefühlt als würde ich eine Wassermelone durchpressen (Kopf 37.5cm). Beim Nähen habe ich mich beschwert, dass es pieckst. Sie meinte, das kann nicht sein. Hat aber wieder nachgespritzt. Hat trotzdem gepiekst, war aber erträglich. Ich dachte es sei eben so und ich hatte ja Glück. Die Hebamme wollte schon einen Kaiserschnitt anordnen. Aber als ich nach einem Jahr mit dem zweiten schwanger war und mich eingehend damit beschäftigt hatte, wusste ich dass ich in einer Interventionskaskade gesteckt habe. Ein gute Geburtshelfer hat die Hände in der Hosentasche zu behalten. Beim zweiten bin ich bis zu den Presswehen zuhause geblieben. Das einzige was sie durften war die Fruchtblase aufzustechen. Ich hatte solche Panik vor der Austreibungsphase, dass ich das Kind quasi zurück gehalten habe. Hat ja mit PDA schon so weh getan. Ohne war es das selbe. Naja beim Nähen war ich wieder sehr empfindlich und sie sehr genervt, aber die Geburt war auf jeden Fall viel besser. Schade für mein erstes Kind. Ich finde die Bindung hat darunter gelitten 😢
    Ich möchte niemandem Boshaftigkeit unterstellen. Sie haben sich eben voll und ganz auf die Medizin verlassen. Ich denke auch, dass ein Überschuss an Adrenalin gegen so manches Betäubungsmittel ankommt.

  3. Das klingt furchtbar, liebe Kathrin. Ich wünsche dir, dass du dieses Erlebnis voll und ganz mit der Zeit verarbeiten kannst. Alles Liebe, Viola

  4. Ich habe auch noch ein Trauma von der Geburt meiner Tochter. Zu meinem Pech bekam ich nur die Vertretung meiner eigentlichen Hebamme und diese hatte es wahrscheinlich sehr eilig. Sie legte mir einen Wehentropf der so stark war das innerhalb weniger Minuten starke Presswehen hatte. Sie wollte mich nochmal auf die Toilette schicken, wozu ich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr fähig war. Ich hielt es nicht mehr aus und musste pressen. Da ja der Muttermund leider nicht weit genug offen war, ist dieser eingerissen. Als meine Tochter endlich da war, merkte ich schwallartige Blutungen. Die zuständige Ärztin in Ausbildung versuchte zu nähen. Ich hatte natürlich starke Schmerzen. Sie schnaubte mich an, ich solle den Hintern runter machen. Dann verlangte ich Schmerzmittel, ich hielt es nicht mehr aus. Das waren wahnsinnige Schmerzen. Dann kam endlich die Chefärztin und ordnete eine Op mit Narkose an. Gott sei Dank. Ich werde dieses Erlebnis auch nicht wieder vergessen. Das schlimmste war eigentlich das meine Mutter mit it meinem Baby im Arm da stand und nicht wusste ob ich es schaffe.

  5. Ich habe mir bei der Geburt meines Sohnes das Steißbein gebrochen, konnte ein halbes Jahr weder schmerzfrei sitzen noch liegen. Selbst heute, 15 Monate danach, habe ich noch massive Beschwerden. Im Krankenhaus hat man sich geweigert, mich zu untersuchen. Das gebrochene Steißbein hat Wochen später ein Unfallchirurg diagnostiziert. Im KH hieß es: „Sie sind überempfindlich, es kann nicht sein, dass sie sich verletzt haben. Nehmen Sie doch ein Globoli.“

  6. Hallo, ich bin wirklich schockiert was ich hier lesen muss.
    Ich hatte in allem 2 „schöne“ Geburten. Die erste dauerte leider länger weil die kleine ein Sterngucker war und das erst später gesehen wurde. Aber trotz das es stagnierte waren Ärztin, Hebamme und auch die Schwester die auf meinem Bauch hing, geduldig mit mir/uns. Ich bekam dann einen Dammschnitt und bei der 2. Geburt bin ich gerissen. Wurde aber beim nähen rücksichtsvoll behandelt. Nachdem sie mühevoll auf die Welt kam, sagte die Ärztin: „tut uns leid das wir etwas forsch waren (was ich gar nicht so sehr empfand) aber sie haben das toll gemacht!“
    Habe sozusagen noch ein tolles Lob bekommen mein Kind geboren zu haben. Deswegen ist es für mich so unverständlich das man so mit den Frauen umgeht…. alles Gute an die Frauen, die das so schmerzvoll erfahren mussten.

  7. Unglaublich, liebe Anika, was für eine Geschichte. Da habe ich gerade Gänsehaut bekommen! Was für ein Segen, dass es dir und deiner kleinen Tochter gut geht, das freut mich von Herzen. Alles Liebe für eure Zukunft, Viola

  8. Liebe Tatjana, das tut mir sehr leid. Ich kann dir nur dringend raten, über deine Erlebnisse zu sprechen. Das hilft enorm bei der Verarbeitung und wird dir Schritt für Schritt die Last von der Seele nehmen. Egal, ob Partner, Freundin oder Psychologe – Hauptsache du öffnest dich. Alleine kann man Vieles nicht verarbeiten und es wird dich viel länger verfolgen, als nötig. Ich wünsche dir alles Liebe und Gute für die Zukunft mit deinem Baby!
    Deine Viola

  9. Leider musste ich auch eine sehr traumatische Geburt erleben. Es ist schrecklich und begleitet mich immer noch. Egal ob Alpträume oder Ängste. Ich kann mit niemand reden, weil ich es abtue und hoffe dass der seelische Schmerz bald vergeht. Schade , das Frau damit allein gelassen wird.

  10. Meine Tochter ist am 11.06.2019 zur Welt gekommen. 10 Tage über den errechneten Termin. Ich hätte an dem Tag eh zur Einleitung ins Krankenhaus gemusst. Dennoch ging es die Nacht 2.00/3.00 Uhr mit leichten Wehen los. Im Krankenhaus wurde das Gel gelegt und alle paar Stunden ctg geschrieben. Die Wehen wurden immer stärker, gegen 16.00 Uhr waren sie schon sehr schmerzhaft, das ich nicht mehr wusste was besser ist, liegen, stehen, sitzen. Gegen 20.00 Uhr waren wir dann endlich im Kreißsaal. Sie haben mir Schmerzmittel per Tropf gegeben, die zwar die wehen nicht erträglicher gemacht haben aber die Zeit dazwischen erholsamer wirken ließ. So gegen 22.30 Uhr, denke ich, war mein Muttermund 8cm offen, meine kleine lag mit dem Kopf nach oben, hat sich verkeilt und die Nabelschnur war um Körper und Hals gewickelt. Bei jeder Wehe drückte es ihren kleinen Körper so zusammen, das ihre Werte drastisch gesunken sind. Die Hebammen haben einen Arzt geholt und er sagte Notkaiserschnitt. Ich war so erschöpft und ko und vollgepumpt mit Schmerzmittel das ich das alles nur am Rande mit bekam. Das deutlichste waren die Schmerzen, alles andere wie im Nebel. Ich musste ein Formular zur Einwilligung der OP unterschreiben, das fand ich in dem Moment so überflüssig, da mir auch die Kraft dazu fehlte. Ich sollte mich auf die Liege legen und wusste nicht wie, ich war so schwach und habe am ganzen Körper gezittert. Dennoch waren die Hebammen im großen und ganzen nett. Die eine fand zwar kein Zugang mehr für eine neue Kanüle um mir das Schmerzmittel zu geben aber mir war das egal in meinem Nebel. Die Schmerzen hat es eh nicht genommen. Mein Mann wäre nur beinahe explodiert. Er versuchte mich auch zu beruhigen und sagte mir das mit unserem Kind alles in Ordnung ist, als das Wort Kaiserschnitt fiel. Die Hebammen und Ärzte haben schnell und richtig gehandelt. Die Anästhesistin war fast mütterlich, hat die ganze Zeit mit mir geredet, mich getröstet und gestreichelt und mir alle vorgestellt die bei der OP beteiligt war. 23.06 Uhr kam mein Engel gesund und munter zur Welt. Als ich munter wurde war ihr Geschrei das erste was ich wirklich realisiert und mitbekommen habe. Kurz vor 0.00 Uhr lag sie endlich auf meiner Brust.

  11. Ich hatte glücklicher Weise 2 wundervolle Wunschkaiserschnitte erleben dürfen.
    Obwohl extrem viel los war hat waren die Schwestern und Hebammen jeder Zeit zur Stelle und stets freundlich und hilfsbereit.
    Das komplette OP Team hat sich mir vorgestellt und erklärt was der/die-jenige machen wird.
    Die Anästhesisten haben es trotz Blutdruckschwierigkeiten geschafft mir jegliche Angst und Sorge zu nehmen und mich schnell stabilisiert. Jeder Schnitt wurde angekündigt und das Kind nach dem rausnehmen gezeigt und nach dem Absaugen gleich nackt auf die Brust gelegt, während ich zugenäht wurde. Die Heilung lief enorm schnell und nach 2 Tagen war ich beide Male so gut wie schmerzfrei wieder zu Hause. Schöner hätte ichs mir nicht vorstellen können.

  12. Oh, das ist ja auch eine unerfreuliche Geburt gewesen- tut mir sehr leid für dich. Ich verstehe auch nicht, warum man die Angehörigen nicht kurz informieren kann, wäre ja nur ein Satz, der viele Sorgen nimmt… Alles Gute für euch🍀

  13. Bei mir hatte sich ein Wasserödem neben dem Geburtskanal gebildet. Dadurch konnte er sich nicht weit genug öffnen und unser Kind konnte nicht raus. Es war meine zweite Schwangerschaft. Die Erste war spontan, aber auch dort steckte schon das Kind fest. Jedenfalls hab ich weiter versucht und es ging nicht. Die Vitalwerte des Kindes gingen runter. Der Arzt kam, da wusste ich, dass etwas nicht stimmte. In mir waren nur noch Hände, Blut wurde aus dem Kopf des Kindes abgezapft und anderes was ich nicht mitbekam. Ich fühlte mich wie eine Kuh bei der Untersuchung. Der Arzt entschuldigte sich und meinte er müsse Rücksprache mit der Oberärztin halten. Es dauerte und da war schon Schichtwechsel, eine neue Hebamme kam. Sie sah sofort, dass es so nicht gehen kann. Sie rief den Arzt, die Vitalwerte gingen wieder runter. Da kam die Anästhestin, total übermüdet. Sie klärte uns auf, mir war es egal, sie sollten das Kind endlich rausholen. Ich sagte auch gleich, dass sie eine Vollnarkose machen müssen. Sie wollte nicht, fing an zu diskutieren. Ich ging fast die Wände hoch, sagte “Ja,Ja, machen sie jetzt” Ich kam in den OP. Natürlich ging es mit der PDA bei mir nicht. Es piekste ständig im Bein, ich kam nicht aus dem Hohlkreuz. Der Arzt kam rein, ich wurde hingelegt, dann wurde es dunkel. Nach 45Min war ich wieder da und mein Kleiner lag auf mir drauf. Meinen Mann haben sie leider die ganzen 45Min im unklaren gelassen. Er ist fast verrückt vor Sorge geworden. Traumatisiert wurde ich durch die Geburten nicht und das Ärzte keine Halbgötter sind habe ich aus beruflichen Gründen auch schon vor langer Zeit erfahren und habe jetzt dadurch allerdings SChwierigkeiten mich auf einen Arzt einzulassen. LG Das Schokodil

  14. Hallo, bei der geburt meines Sohnes war so ähnlich ich spürte jeden Stich beim nähen und keine spritze hat geholfen. Ich musste also durchhalten und lange diskutieren. Die Ärzte glaubten mir irgendwann dass ich es spüre doch hatte ich so viel Schmerzmittel intus dass mir nichts übrigblieb als durchzuhalten.
    Ich dachte ich wäre ein Einzelfall bei dem die Schmerzmittel nicht helfen. Und mache mir die ganze Zeit mut dass es beim 2ten Kind sicher nicht so wird. Leider wurde mir die Mut genommen. Ich möchte das nicht nocheinmal durchmachen müssen. Ich weiß jede Geburt ist anders aber das Risiko ist mir wohl irgendwie doch zu hoch.

  15. Ich hatte eine ähnliche Erfahrung mit einer übermüdeten Hebamme…mein erster Sohn wurde 11 Tage nach ET eingeleitet. Nach insgesamt 22 Stunden Wehen und 3 verschiedenen Hebammen war ich super erschöpft und die Geburt ging trotz Wehentropf und co. nicht voran weil mein Sohnemann mit dem Gesicht nach oben (also als Sternengucker) auf die Welt kommen wollte. Als ich dann aufgestanden bin um auf die Toilette zu gehen hat die Hebamme inzwischen das Kreißsaalbett ganz hochgestellt, sodass ich nicht mehr selbst zurück ins Bett krabbeln konnte. Sie meinte nur ich solle mal ein bisschen herum gehen vielleicht würde dass die Geburt vorantreiben. Nach 22 Stunden Wehen war ich aber zum herumgehen einfach zu erschöpft. Bin dann im Kreißsaal zusammengeklappt und dann wurde mein sohnemann per kaiserschnitt ins Leben geholt…
    https://die-gedanken-sind-frei.home.blog/

  16. Das ist grausam was ihr erleben musstet und keine Frau sollte das je erleben müssen. 🙁

    Es gibt für solche traumatischen Erfahrungen die “Rosen Revolution” fur eine gewaltfreie Geburtshilfe. Eine rosafarbene Rose wird vor die Tür gelegt und wenn man mag, kann man noch einen Brief dazu legen.

    Ich wünsche allen Betroffenen viel Kraft ♥

  17. Oh wow.. Das ist echt krass. Ich weiß nicht wie ich reagiert hätte, aber für gewöhnlich lasse ich jemanden der nicht zuhören kann erst garnicht an meinen Körper. Allerdings glaube ich traut man sich gegenüber Ärzten manchmal auch weniger als gegenüber anderen Menschen. “die wissen schon was sie tun” kommt ja dann oft.
    Allerdings ist es denk ich vollkommen angebracht wenn Frauen in solchen Situationen auch mal die ärzte zusammenscheißen. 10 min davor nimmt Ihnen das ja auch niemand übel wenn sie den Mann/Mutter/ Begleitung flach machen. Die Ärzte erleben.das 100Fach da sollten Sie selbst eine standpauke auch abkönnen.

    Ich selbst muss dagegen sagen hatte eine wunderschöne Geburt. Mit ganz zollen Ärzte und Hebammen die nur unterstützt haben.
    Trotz meines sturzartigen öffnen des Muttermundes (bei Erstrebt) war die Versorgung und Betreuung fabelhaft und ich war sehr dankbar für alles.
    Im Endeffekt hab ich mir die Geburt um einiges schmerzhafter vorgestellt als sie eigentlich war. Nur die wehen waren unerwartet schmerzhaft ^^
    Auch die geburtsverletzung (bei mir 2. Grades also auch nichts wildes) wurde super versorgt.. Toll betäubt und zwar spürbar aber nicht schmerzhaft vernäht.
    Auch die spritzen wurden als mehr schmerzhaft angekündigt als sie dann eigentlich waren.

    Ich finde es ein Unding eine Frau in so einer Situation dann nichtmal ernst zu nehmen. Ich glaube ich hätte alles gegeben um die zusammenzupferchen.. Aber das ist oft leichter gesagt als getan.
    Aaaber! Ladys.. Traut euch.. Ärzte sind auch nur Menschen und wenn ihr vor die Tür geht steht euch nur ein ganz normaler Mensch gegenüber der nicht mehr wert ist als ihr.
    Also macht ruhig den Mund auf wenns um euren Körper geht!! 🙂

  18. Ich wurde über SS-Vergiftung im Unklaren gelassen, belogen, was die Möglichkeiten anbelangt, der dann nötige KS wurde schlecht vernäht. Die Kurzfassung.
    Mein Kind bleibt leider Einzelkind. Es war schlimm.

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