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Zeitmanagement für Mütter: 5 Tipps für einen stressfreien Familienalltag

Mit Kindern ist jeder Tag prall gefüllt. Von morgens früh bis abends spät gibt es Dinge zu erledigen, zu organisieren und zu planen. Schule, Job, Haushalt – als Mütter sind wir Profis im Jonglieren von Aufgaben. Ein gutes Zeitmanagement hilft, um bei all diesen Aktivitäten nicht den Überblick zu verlieren. Und vor allem, um nicht irgendwann vor andauernder Überforderung im Burn-Out zu landen.

Ein durchschnittlicher Tag beginnt bei mir mit dem Wecken meiner Schulkinder um 6.30h und endet zumeist gegen 22 Uhr, wenn ich meiner (noch immer wachen) großen Tochter einen Gute-Nacht-Kuss gebe. Dazwischen liegen gut gefüllte Stunden mit vier Kindern im Alter von 6-16 Jahren, die alle ihre eigenen Ansprüche, Wünsche und Bedürfnisse haben. Ohne vernünftiges Zeitmanagement würde das häufig im Chaos enden.

Zeitmanagement statt Zeitdruck

Mich stresst der Alltag in meiner Großfamilie zumeist nicht allzu sehr. Das liegt hauptsächlich daran, dass ich Zeitdruck vermeide. Zeitdruck mit Kindern ist einer der größten Stressfaktoren überhaupt. Wenn man anfängt die Kids zu hetzen schalten die gefühlt eher noch einen Gang runter und das einzige was steigt ist der Blutdruck, nicht die Geschwindigkeit. Solche Situationen sollte Mama unbedingt vermeiden.

Care-Arbeit ist eben auch Arbeit

Leider gibt es wenig Literatur zum Thema Zeitmanagement für Mütter/Familien, und das was ich gefunden habe empfand ich oft als wenig konkret. Also viel Text für wenig Information (wobei das Buch* Zeitmanagement für Eltern eine angenehme Ausnahme darstellt, da es praktische Hinweise zu alltäglichen Situationen enthält). Daher habe ich mich mal in die allgemeine Lektüre zum Thema Zeitmanagement eingelesen. Diese zielt zumeist auf die zeitliche Organisation des Arbeitstages ab, aber mal ganz ehrlich: Wir arbeiten doch auch – wir werden bloß nicht dafür bezahlt!

Hier möchte ich gerne 5 Tipps mit euch teilen, die sich in meinem Großfamilienleben bewährt haben. Sie werden nicht alle stressigen Situationen vermeiden können, sind aber doch eine sinnvolle Hilfestellung. Aus meiner Erfahrung ist schon viel gewonnen, wenn pro Tag etwa 30% Zeitstress vermieden werden können – für Eltern und für Kinder!

5 Tipps für Zeitmanagement im Familienalltag

1. Bereits am Abend zuvor gehe ich den folgenden Tag im Kopf durch: Was steht wann an, wo muss ich hin, wo könnte es zeitliche Überschneidungen geben? So kann ich in Ruhe den Tag strukturieren und – wenn nötig – umplanen. Meine kleinen Erstklässler legen jetzt schon ihre Anziehsachen für den nächsten Tag raus. Das spart am Morgen Diskussionen und Nerven.

2. Prioritäten setzen! Ihr wisst ja wie das ist, je später der Nachmittag desto müder die Mama. Daher sollte man die wichtigen Dinge zuerst erledigen, solange man noch fit ist. So kann man sich nachmittags auch mal eine gemütliche halbe Stunde auf dem Sofa mit den Kids erlauben, wenn die wichtigen Aufgaben schon größtenteils erledigt sind.

3. Ich plane immer einen Zeitpuffer ein. Fast immer ist es doch so, dass die kleinen Dinge länger brauchen als man denkt: Schuhe zubinden, Jacke anziehen, Mütze aufsetzen, Autoschlüssel suchen… Das kann man recht entspannt abarbeiten, wenn genug Zeit eingeplant wurde. Als Faustregel gelten hier 30% plus.

4. Insgesamt verplane ich nur 60% der zur Verfügung stehenden Zeit eines Tages. Somit bleibt genug Flexibilität für unvorhergesehene Zeitfresser. Natürlich lassen sich komplett ausgefüllte Tage manchmal auch nicht vermeiden. Dann gilt es, vorher die Stationen des Tages zu bedenken und ggf. Anziehsachen, Unterlagen o.ä. rauszusuchen. Einmal den Tag komplett durchdenken vermeidet Stress in der akuten Situation.

5. Mono-Tasking statt Multi-Tasking! Oh ja, das ist für uns Frauen schwer. Die Versuchung ist groß, mit Kind auf dem Arm zu telefonieren, dabei die Wäsche zu machen und parallel im Kochtopf zu rühren. Leider bleibt dabei meistens die eine oder andere Tätigkeit unvollendet, was wiederum zu Frust führt. Versucht doch mal, eine Sache konzentriert zu erledigen – das verspricht Erfolg und das gute Gefühl, etwas geschafft zu haben. Wahrscheinlich gelingt es euch dann auch, diese Aktivität zügig zu beenden, so dass noch Zeit für andere Tätigkeiten bleibt.

Das sind alles keine Zauberformeln, mit denen man die Zeit beliebig anhalten oder beschleunigen kann. Und es sind sicherlich auch längst nicht alle Impulse in diesem Bereich. Aber was nutzen die innovativsten Tipps, wenn sie sich nicht problemlos in den Alltag integrieren lassen? Richtig, gar nichts.

Es ist wichtig, die Dinge im Kleinen zu verändern um Großes zu erreichen. Und ein weitgehend stressfreier Tag mit Kids ist ein großes Ziel. Vergesst dabei nicht: Eure Kinder profitieren ebenso von gutem Zeitmanagement wie eure Nerven – denn nur entspannte Mamas haben entspannte Kids!

Hast du noch einen Tipp fürs Zeitmanagement? Dann gerne gleich her damit im Kommentarfeld!

 

 

 

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