Mamaleben

Zeitmanagement für Mütter

November 6, 2017

Ein durchschnittlicher Tag beginnt bei mir um 6.30h und endet zumeist gegen 23 Uhr. Dazwischen liegen gut gefüllte Stunden mit vier Kindern im Alter von 2-12 Jahren, die alle ihre eigenen Ansprüche, Wünsche und Bedürfnisse haben. Ohne vernünftiges Zeitmanagement würde das häufig im Chaos enden.

Ein ganz schönes Pensum, Tag für Tag.  Sicherlich geht es euch kaum anders.

Mich stresst es allerdings nicht so sehr und das liegt hauptsächlich daran, dass ich Zeitdruck vermeide. Zeitdruck mit Kindern ist einer der größten Stressfaktoren überhaupt. Wenn man anfängt die Kids zu hetzen schalten die gefühlt eher noch einen Gang runter und das einzige was steigt ist der Blutdruck, nicht die Geschwindigkeit. Solche Situationen sollte Mama unbedingt vermeiden.

Aber wie schafft man das?

Leider gibt es wenig Literatur zum Thema Zeitmanagement für Mütter/Familien, und das was ich gefunden habe empfand ich oft als wenig konkret. Also viel Text für wenig Information (wobei das Buch* Zeitmanagement für Eltern eine angenehme Ausnahme darstellt, da es praktische Hinweise zu alltäglichen Situationen enthält). Daher habe ich mich mal in die allgemeine Lektüre zum Thema Zeitmanagement eingelesen. Diese zielt zumeist auf die zeitliche Organisation des Arbeitstages ab, aber mal ganz ehrlich: Wir arbeiten doch auch – wir werden bloß nicht dafür bezahlt!

Folgende Tipps wende ich selber mit Erfolg an 

1. Bereits am Abend zuvor gehe ich den folgenden Tag im Kopf durch: Was steht wann an, wo muss ich hin, wo könnte es zeitliche Überschneidungen geben? So kann ich in Ruhe den Tag strukturieren und – wenn nötig – umplanen.

2. Prioritäten setzen! Ihr wisst ja wie das ist, je später der Nachmittag desto müder die Mama. Daher sollte man die wichtigen Dinge zuerst erledigen, solange man noch fit ist. Alles andere muss dann halt mal warten.

3. Ich plane immer einen Zeitpuffer ein. Fast immer ist es doch so, dass die kleinen Dinge länger brauchen als man denkt: Schuhe zubinden, Jacke anziehen, Mütze aufsetzen, Autoschlüssel suchen… Das kann man recht entspannt abarbeiten, wenn genug Zeit eingeplant wurde. Als Faustregel gelten hier 30% plus.

4. Insgesamt verplane ich nur 60% der zur Verfügung stehenden Zeit eines Tages. Somit bleibt genug Flexibilität für unvorhergesehene Zeitfresser.

5. Mono-Tasking statt Multi-Tasking! Oh ja, das ist für uns Frauen schwer. Die Versuchung ist groß, mit Kind auf dem Arm zu telefonieren, dabei die Wäsche zu machen und parallel im Kochtopf zu rühren. Leider bleibt dabei meistens die eine oder andere Tätigkeit unvollendet, was wiederum zu Frust führt. Versucht doch mal, eine Sache konzentriert zu erledigen – das verspricht Erfolg und das gute Gefühl, etwas geschafft zu haben. Wahrscheinlich gelingt es euch dann auch, diese Aktivität zügig zu beenden, so dass noch Zeit für andere Tätigkeiten bleibt.

Das sind alles keine Zauberformeln, mit denen man die Zeit beliebig anhalten oder beschleunigen kann. Und es sind sicherlich auch längst nicht alle Impulse in diesem Bereich. Aber was nutzen die innovativsten Tipps, wenn sie sich nicht problemlos in den Alltag integrieren lassen? Richtig, gar nichts.

Daher denke ich es ist wichtig, die Dinge im Kleinen zu verändern um Großes zu erreichen. Und ein weitgehend stressfreier Tag mit Kids ist ein großes Ziel!

Und vergesst nicht: Eure Kinder profitieren ebenso von gutem Zeitmanagement wie eure Nerven – denn nur entspannte Mamis haben entspannte Kids!

Hier noch 5 ausgewählte Tipps*, mit denen ihr euren Familienalltag besser strukturieren könnt:

 

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