Zwillinge

Zwillinge entbinden: Kaiserschnitt oder natürliche Geburt?

März 5, 2018

Diesen einen Satz werde ich in meinem Leben nicht mehr vergessen: „Dem Fötus geht es gut… und dem anderen auch. Das sind Zwillinge!” So gesprochen von meiner Ärztin zu Beginn meiner 9. Schwangerschaftswoche.

Überraschung – es sind zwei!

Nach meinen beiden Größeren hatte ich mir ein drittes Kind gewünscht und war selig, als sich dieser Wunsch erfüllte. Mit Zwillingen hatte ich allerdings im Leben nicht gerechnet! Zwillinge waren weder in meiner, noch in der Familie meines Mannes vorgekommen, ich hatte keine Hormone genommen und sooo alt war ich mit meinen 38 Jahren nun auch noch nicht.

Und dennoch waren auf dem Ultraschallbild eindeutig zwei graue Pünktchen zu erkennen – unglaublich! Der erste Schock war groß, denn als erfahrener Mama war mir sofort bewusst, wie viel Arbeit da auf mich zukommen würde. Und auch die Verdoppelung von zwei auf vier Kinder bedeutete einige Umstellungen, die so nicht eingeplant waren (Auto, Kinderzimmer, Kinderwagen…).
Schon sehr bald aber überwog die Freude auf das bevorstehende Großereignis und mit stetig wachsendem Bauch drängte sich auch die Frage nach der „optimalen“ Geburt immer mehr auf.

Geburtsvorbereitung mal anders… 3 Tage vor PLOPP!

Zwei Kinder hatte ich bereits spontan entbunden (obwohl ich jeweils 8 Stunden Wehen eigentlich nicht als spontane Entbindung bezeichnen würde, aber so ist nun mal die Terminologie) und meine Hebamme ermunterte mich ständig, dies auch bei den Zwillingen zu wagen.
Mein Bauchgefühl sagte mir allerdings etwas anderes. Ich hatte die große Sorge, dass der zweite Zwilling nicht mit dem Kopf nach unten rutschen würde, sobald der erste den Weg freigemacht hatte. Nein, nein, wurde mir vom Fachpersonal immer wieder versichert, das würde mit Sicherheit passieren und wenn nicht, gäbe es einige Kniffe, um den Weg doch noch frei zu machen.

Was soll ich sagen: Ich war nicht überzeugt! Mein Albtraum war die Vorstellung von einer „normalen“ Geburt und danach einem Notkaiserschnitt, das wollte ich auf jeden Fall vermeiden – für mich und für die Babys.

Daher wurde die Geburt der beiden ausführlich geplant und von einem vorbereiteten Ärzteteam durchgeführt – und das war auch gut so. Denn mein Bauchgefühl hatte mir wie so oft gute Dienste erwiesen: Der erste Zwilling war 1kg leichter als gemessen und hätte sich nie aus eigener Kraft durch den Geburtskanal zwängen können (Erfahrungsbericht zum Gewichtsunterschied bei Zwillingen). Der zweite Zwilling hingegen hatte sich so sehr horizontal verkeilt, dass er nur durch massiven Körpereinsatz des operierenden Arztes überhaupt aus meinem Bauch herausgedrückt werden konnte. Nichts und niemand wären da mal eben spontan geboren, der Notkaiserschnitt wäre vorprogrammiert gewesen.

Endlich in meinem Arm.

Ich finde es absolut bewundernswert, wenn sich Frauen bei Zwillingen eine spontane Geburt zutrauen. Für mich war der geplante Kaiserschnitt bei dieser Entbindung allerdings die richtige Wahl.
Ein richtig oder falsch kann es bei diesem Thema ohnehin nicht geben. Jede (Zwillings-)Schwangere muss alleine für sich entscheiden, welchen Weg sie gehen will. Letztlich ist es euer Körper und euer Baby und nur ihr könnt entscheiden, was sich für euch richtig anfühlt!

Mein Tipp: Hört auf euer Bauchgefühl! Oft wissen wir Mamas es selber intuitiv besser als der Arzt oder die Hebamme.

Weiter spannende und emotionale Geburtsberichte von Leserinnen findet ihr im Beitrag

Zwillinge oder Einlinge: Das emotionale Erlebnis der Geburt.

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  1. Wenn ich deine Story so höre, denke ich direkt an meine Schwsngerschaft mit dem Twins. Geschätzt wurden beide auf 2600g. Leon lag schon im Becken, Jolina oben quer. Ich habe nachher auch auf mein Bauchgefühl und meinen Körper gehört. Ende vom Lied. Leon 2700g und Jolina 3470g. Der geplante KS bei 37+1 war die richtige Entscheidung. Ich bewundere die Mamis, die spontan entbinden.

  2. Ich habe mich für einen Kaiserschnitt entschieden da Jasmin oben quer lag und der Arzt meinte dass wir Vanessa(lag unten ) normal auf die Welt bringen könnten aber Jasmin zu 90% dann mit Kaiserschnitt.

    Also wurden beide In der 38+0 geholt und ich bereue die Entscheidung nicht.
    Ich hatte aber auch Angst normal entbinden zu müssen ( Angst es nicht zu schaffen ) dass ich froh war dass man mir den Kaiserschnitt angeboten hat

  3. Kinder in der Pubertät? Ein tolles Thema. Ich habe 3 Kinder durch die Pubertät und eins ist gerade in die Pubertät gekommen. Den Jugendlichen habe ich viel Freiheiten gegeben, damit sie ihre Erfahrungen machen konnten. Sie mochten meine schlauen Tipps nicht mehr hören! Ich habe darauf geachtet, dass sie ihre Ämter /Pflichten abarbeiteten, sprich: 1x täglich Küchendienst, deren Zimmer wöchentlich putzen, deren Wäsche mit meiner Anleitung waschen. Ausflüge, möglichst mit Freunden. Ich habe sie nicht allein fahren lassen, sondern sie mit dem Auto gefahren. Ich habe sie über KO- Tropfen aufgeklärt und das sie ihre Getränke nicht unbeaufsichtigt in der Öffentlichkeit stehen lassen sollten. Sie haben sich mit Hilfe von älteren Kinder in die Disco geschummelt, sie haben meinen Weinkeller geplündert. Heimlich Zigaretten gekauft. Pornographie auf der Straße gefunden, angeschaut und sich amüsiert. Mein Sohn hatte auf einer Party vom Kumpel soviel Alkohol getrunken, dass er sich auf die Hose übergeben hatte. Macht Euch auf alles gefasst. Die meisten Abenteuer bekommen wir nicht mit, dann übernachten sie gerade bei Freunden. Das Gefühls Chaos mit ersten Liebeleien , die Ratgeber sind Freunde, nicht wir. Wichtig ist, dass wir zu den Freunden einen Draht haben, mit deren Eltern vernetzt sind. Wenn der Umgang nicht gut für die Kinder ist, hilft auch kein Verbot. Sie treffen sich heimlich. Dann müssen wir aufpassen. Im meinem Bekanntenkreis sind die schlimmsten Sachen passiert. Drogen, Kriminalität, etc. Dann müssen wir am Ball bleiben und sehr sensibel damit umgehen. Das wünsche ich niemanden. Wir merken es durch den Zeugnis Absturz. Drogen sieht man an den Augen. Meine ältesten 3 haben mittlerweile einen Beruf mit Ausbildung. Dann hat man vieles richtig gemacht. Ich wünsche Euch viel Erfolg, Kraft und Gesuld.

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